Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász. Später setzte er sein Studium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest bei Prof. Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados sowie bei George Malcolm in London fort.

Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit sind Klavierabende, und da im Besonderen die zyklischen Aufführungen der Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Seit 2004 hat Sir András Schiff in mehr als 20 Städten den kompletten Zyklus sämtlicher Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Deren Live-Mitschnitte aus der Zürcher Tonhalle auf CD (ECM) erhielten höchste Auszeichnungen. Für seine Einspielung „Geistervariationen“ mit Werken von Robert Schumann (ECM) erhielt Sir András Schiff den International Classical Music Award 2012 in der Kategorie „Solo Instrument. Recording of the year“. Im Herbst 2017 erschien eine Duo-CD zusammen mit seiner Frau Yuuko Shiokawa (Violine) mit Werken von J.S. Bach, F. Busoni und L. van Beethoven. Seine jüngste Aufnahme erschien 2019 und ist Klaviersonaten und Impromptus von Franz Schubert gewidmet.

Sir András Schiff tritt mit den meisten international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf. Einen Schwerpunkt setzt er auf die Aufführung der Klavierkonzerte von Bach, Mozart und Beethoven unter eigener Leitung. 1999 gründete er sein eigenes Kammerorchester, die «Cappella Andrea Barca», mit der er, wie auch mit dem Chamber Orchestra of Europe, als Dirigent und Solist eng zusammenarbeitet.

Seit früher Jugendzeit ist Sir András Schiff ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Von 1989 bis 1998 leitete er die Musiktage Mondsee, ein Kammermusikfestival, das hohe internationale Anerkennung fand. Gemeinsam mit Heinz Holliger hatte er von 1995 bis 2013 die Künstlerische Leitung der Ittinger Pfingstkonzerte in der Kartause Ittingen, Schweiz, inne. Seit 1998 findet im Teatro Olimpico in Vicenza unter der Leitung von Sir András Schiff die Konzertreihe «Omaggio a Palladio» statt.

Sir András Schiff wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Er wurde im Juni 2006 für seinen ausserordentlichen Rang als Beethoven-Interpret durch die Wahl zum Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses Bonn gewürdigt. Im September 2008 erhielt Sir András Schiff die Medaille der Wigmore Hall für sein
dortiges 30jähriges musikalisches Wirken. Sir András Schiff ist ausserdem Träger des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau des Jahres 2011. Im Januar 2012 wurde dem Künstler die Goldene Mozart-Medaille der Internationalen Stiftung Mozarteum verliehen. Im darauf folgenden Juni erhielt er den „Orden pour le mérite für Wissenschaften und Künste“. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses und zum „Special Supernumerary Fellow of Balliol College“ (Oxford, UK) ernannt. Sir András Schiff wurde 2012 das Grosse Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Für sein herausragendes musikalisches Schaffen erhielt er im Dezember 2013 in London mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society die höchste Auszeichnung dieser Gesellschaft. Im Juli 2014 verlieh ihm die University of Leeds und im März 2018 seine Königliche Hoheit Prinz Charles als Präsident des Royal College of Music die Ehrendoktorwürde.

Im Frühjahr 2011 hat Sir András Schiff für Aufsehen gesorgt, als er öffentlich gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezog. Aus den teilweise beleidigenden Angriffen, denen er sich daraufhin von Seiten ungarischer Nationalisten ausgesetzt sah, hat Sir András Schiff die Konsequenz gezogen, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.

Im Juni 2014 wurde er von Queen Elizabeth II für seine Verdienste für die Musik in den Adelsstand erhoben.
Seit Dezember 2014 ist Sir András Schiff Ehrenbürger der Stadt Vicenza.

Im März 2017 erschien im Bärenreiter und Henschel-Verlag sein Buch „Musik kommt aus der Stille“ mit Essays und Gesprächen mit Martin Meyer.

Seit Jahrzehnten gehört die in Tiflis geborene Russin Elisabeth Leonskaja zu den gefeierten Pianistinnen unserer Zeit. Noch als Studentin gewann sie Preise bei den berühmten internationalen Klavierwettbewerben Enescu, Marguerite Long und Queen Elisabeth. Elisabeth Leonskajas musikalische Entwicklung wurde entscheidend von ihrer Zusammenarbeit und Freunschaft mit Swjatoslaw Richter geprägt. 1978 verließ Elisabeth Leonskaja die Sowjetunion, um Wahlwienerin zu werden. Die musikalische und persönliche Freundschaft hielt bis zum Tod Richters an.

Elisabeth Leonskaja trat als Solistin mit fast allen erstklassigen Orchestern der Welt auf, und sie ist ein gern gesehener und regelmäßiger Gast bei den Festivals in Wien, Schleswig-Holstein, Schwarzenberg und Hohenems, wie auch in den Klavierreihen der großen musikalischen Zentren wie Paris, Madrid, Berlin, Madrid, Barcelona, Lissabon, Prag, Warschau, Bukarest, London, Wien und Tokio. Bei aller solistischen Tätigkeit behält die Kammermusik einen großen Platz in ihrem Schaffen.

Ihre Solo-CD „PARIS“, erschienen bei eaSonus (www.easonus.com) mit Werken von Ravel, Enescu und Debussy, wurde als Solo Einspielung des Jahres 2014 von der ICMA Jury ausgewählt. Eine Aufnahme der späten Klaviersonaten von Schubert ist ebenso bei eaSonus im Februar 2016 erschienen. Die frühen Klaviersonaten werden im Frühjahr 2018 erscheinen. Im November 2017 wird eine sehr persönliche Aufnahem ‚Saudade’ (EAS 29330 – eaSonus) erschienen.

In ihrer zweiten Heimat, der Republik Österreich, ist sie Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses. Im Jahre 2006 wurde ihr das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse für besondere Verdienste um die Kultur des Landes verliehen, die höchste Auszeichnung Österreichs. 
In Georgien ist sie 2015 zur Priesterin der Kunst ernannt worden, die höchste Auszeichnung für einen Künstler.

http://www.leonskaja.com

Das Auryn Quartett sind: Matthias Lingenfelder (Violine), Jens Oppermann (Violine), Stewart Eaton (Viola) und Andreas Arndt (Violoncello).

Auryn Quartett Mondsee 2018

Tu, was du willst!“ Dieser Leitspruch ist in Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“ auf der Rückseite eines magischen Amuletts zu lesen, das seinem Träger Inspiration verleiht und ihm hilft, den Weg seiner Wünsche zu gehen. Das Auryn – so der Name des Amuletts – wurde zum Taufpaten für das Streichquartett, dessen Musiker seit nunmehr über dreissig Jahren in der gleichen Besetzung musizieren.

Das Quartett ist seit Jahrzehnten mit den Musiktagen Mondsee verbunden.

Der ersten Einladung im Jahr 1999 folgten viele weitere, in denen das Auryn Quartett dem Publikum der Musiktage Mondsee ans Herz gewachsen ist. Seit 2011 sind die vier Musiker nach András Schiff, Julia Stemberger & Christian Altenburger sowie Heinrich Schiff als künstlerische Leiter für die Programmplanung verantwortlich.

So wie ihre Vorgänger laden die künstlerischen Leiter befreundete Musikerinnen und Musiker ein, nach Mondsee zu kommen und mit ihnen in einzigartigen Konstellationen zu proben und zu konzertieren.

Das seit seiner Gründung vor 30 Jahren in unveränderter Besetzung musizierende Ensemble zählt zu den weltweit führenden Streich-quartetten. Die Spielweise des Auryn Quartetts wurde weitgehend durch das Studium beim legendären Amadeus Quartett sowie beim Guarneri Quartett geprägt.
Einladungen zu zahlreichen renommierten Festivals wie Luzern, Edinburgh und Salzburg. Feste Partnerschaften mit großen Konzert- und Festspielpodien wie Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York, der Wigmore Hall in London und dem Concertgebouw in Amsterdam.
Das Quartett erweitert seine Formation immer wieder um bedeutende Musiker wie z.B. Christine Schäfer, Nobuko Imai, Jörg Widman, Sharon Kam oder Tabea Zimmermann erweitert.
Höhepunkte waren ein Festkonzert im Wiener Musikverein zum 25. Geburtstag des Ensembles sowie ein sechsteiliger Zyklus aller Streichquartette Beethovens in Köln.
2011 hat das Quartett nach langjähriger Mitwirkung bei den Musiktagen Mondsee die künstlerische Leitung des Festivals übernommen.
Seit 2003 geben die Mitglieder des Auryn Quartetts ihre Erfahrungen als Professoren der Detmolder Musikhochschule weiter.

Matthias Lingenfelder spielt eine Stradivari von 1722 die Joseph Joachim gehörte, Jens Oppermann die Petrus Guarneri vom Amadeus Quartett, Stewart Eaton eine Amati von 1616 (Koeckert Quartett) und Andreas Arndt das Niccolo Amati Cello aus Hindemiths Amar Quartett.

www.auryn-quartett.de

Im Gespräch mit Astrid Braunsperger gibt Matthias Lingenfelder ein paar persönliche Einblicke:

– Was ist für Dich das Besondere in Mondsee und worauf freust Du Dich heuer besonders?
Schon seit sehr langer Zeit – über 20 Jahre – kommen wir jedes Jahr zu den Musiktagen. Mondsee ist uns eine zweite Heimat geworden, wir freuen uns immer, dort unsere Freunde und unser tolles Publikum wieder zu sehen. Auch die Atmosphäre unter den Musikern ist – anders als bei vielen anderen Festivals – sehr entspannt und freundschaftlich. In diesem Jahr gibt es so viele Highlights, dass ich gar nicht weiß welches ich besonders herausheben würde: die selten gespielte 2. Cellosonate von Fauré mit Quirine Viersen und Peter Orth, die Uraufführung von und mit Robert Holl, der Klavierabend von Elisabeth Leonskaja, die Lesung des kleinen Prinzen mit dem wunderbaren Joseph Lorenz, das Bartók Divertimento mit dem Festivalorchester oder der letzte Abend mit dem Gründer der Musiktage András Schiff?
Es ist nur sehr zu hoffen, dass das alles auch so stattfinden darf, wie wir es geplant haben!

– Auf welchem Instrument spielt Ihr?
Wir haben das unglaubliche Glück auf vier wirklich außergewöhnlichen Instrumenten spielen zu dürfen. Jedes dieser Instrumente hat eine große Vergangenheit in einem Streichquartett: das Cello – ein Amati oder Cappa – in Hindemiths Amar Quartett, die Bratsche (Gebrüder Amati vom Anfang des 17. Jahrhunderts) im Köckert Quartett, Jens‘ Geige ist eine Petrus Guarneri die vorher Siegmund Nissel vom Amadeus Quartett gehört hat und mein Instrument ist eine Stradivari von 1722 (Ex Laurie), die Joseph Joachim in seinem berühmten Quartett gespielt hat.

– Das mache ich gerne, wenn ich mich entspanne:
Schwimmen – besonders gerne im Mondsee! – und Yoga

– Wenn ich nicht Musiker geworden wäre, wäre ich…
…tja, schwierige Frage – für mich war schon sehr früh klar, dass ich Musiker werden wollte. Wahrscheinlich hätte ich sonst eine Naturwissenschaft (Biologie oder Physik) studiert und wäre entweder ein enthusiastischer oder ein frustrierter Hobbygeiger geworden…

Erik Schumann wurde 1982 als Sohn deutsch/rumänisch-japanischer Eltern in Köln geboren. Seit 2008 ist er der Primarius des Schumann Quartetts, Gewinner des Schubert Wettbewerbs Graz 2012, des 1er Grand Prix im Wettbewerb “Quatuors a Bordeaux” 2013 und Preisträger des Jürgen-Ponto-Preises 2014. Seit 2016 ist das Schumann Quartett Künstler des CMS of Lincoln Center New York und spielt drei Jahre Konzerte in den USA. 
Das Ensemble ist regelmäßig in Sälen wie dem Concertgebouw in Amsterdam, der Wigmore Hall in London, dem Wiener Konzerthaus und Musikverein zu Gast und spielt Konzerte bei allen renommierten Festivals im In-und Ausland. Die CD “Landscapes” wurde 2017 mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im Mai 2018 erschien die von der Presse hochgelobte neue Aufnahme “Intermezzo”.

Regelmäßige Auftritte an der Seite von Orchestern in Europa, Asien und den USA gehören auch zu seiner Laufbahn. Darunter befinden sich Orchester wie das NDR Sinfonieorchester Hamburg, WDR Sinfonieorchester Köln, Gewandhausorchester zu Leipzig, Bamberger Symphoniker, Tonhalle-Orchester Zürich, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Sinfonia Varsovia, BBC Philharmonic und Helsinki Philharmonic Orchestra, das NHK Orchestra Tokyo sowie National Symphony Orchestra Washington D.C. und das Chicago Symphony Orchestra.

Dabei arbeitet er u.a. mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Jiří Bělohlávek, Muhai Tang, Vassily Sinaisky, Günther Herbig, Marin Alsop, Howard Griffiths, Toshiyuki Kamioka, Juanjo Mena, Michael Sanderling, Matthias Pintschers  David Afkham und Leoš Svárovský zusammen.

Festspiele wie die Salzburger Osterfestspiele, das Lucerne Festival, der Kissinger Sommer, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Pacific Music Festival, das Schleswig-Holstein Musik Festival, Mozartfest Schwetzingen, Rheingau Musik Festival und das Ravinia Musikfestival Chicago haben Erik Schumann regelmäßig zu Gast. 

Im Frühjahr 2015 erschien Erik Schumanns Interpretation des monumentalen Violinkonzerts von Johannes Brahms mit den Nürnberger Symphonikern unter dem Dirigat von Alexander Shelley.

Seit 2013 ist Erik Schumann Professor für Violine an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Erik Schumann spielt auf einer Violine von G.F. Pressenda aus dem Jahre 1830, eine freundliche Leihgabe aus privatem Besitz.

Robert Holl wurde in Rotterdam geboren und absolvierte hier auch seine Studien bei Jan Veth und David Hollestelle. 1971 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Gesangwettbewerb in ́s-Hertogenbosch. Danach studierte er bei Hans Hotter in München. 1972 gewann Robert Holl den 1. Preis beim ARD-Wettbewerb in München. Von 1973 bis 1975 war er Mitglied der Bayerischen Staatsoper München, danach längere Zeit vorwiegend als Konzertsänger tätig und arbeitete regelmäßig mit Dirigenten wie Eugen Jochum, Karl Richter und Wolfgang Sawallisch.

Seit einiger Zeit ist er wieder mehr in Opernproduktionen zu hören und zu sehen: Er war Gast an der Wiener Staatsoper, der Brüsseler Oper und seit 1991 am Zürcher Opernhaus mit Partien wie Sprecher und Sarastro in „Die Zauberflöte“ oder Basilio im „Barbier von Sevilla“ unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt und Franz Welser-Möst.

An der Deutschen Staatsoper Berlin trat Robert Holl unter Daniel Barenboim als Landgraf Hermann in „Tannhäuser“, als Hans Sachs in „Die Meistersinger von Nürnberg“, als Daland in „Der Fliegende Holländer“ und als Komtur in „Don Giovanni“auf. Auch in den folgenden Spielzeiten gastierte Robert Holl an der Deutschen Staatsoper Berlin, an der Wiener Staatsoper und an der Hamburgischen Staatsoper mit großen Partien des Wagnerfaches wie Landgraf Hermann, Hans Sachs oder König Marke. An der Wiener Staatsoper war Robert Holl in den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 als Pimen / BORIS GODUNOW (Neuproduktion unter DanieleGatti im Mai 2007) zu hören.

Bei den Bayreuther Festspielen war Robert Holl seit 1996 als Hans Sachs in „Die Meistersinger von Nürnberg“ zu hören und wurde für seine Leistung hoch gelobt. Im Sommer 2004 verkörperte er in Bayreuth erstmals die Partie des Gurnemanz in einer Neuproduktion von Wagners „Parsifal“ unter der künstlerischen Leitung von Pierre Boulez. Seit 2008 singt Robert Holl bei den Bayreuther Festspielen die Partie König Marke unter der Leitung von Peter Schneider.

Neben seinem Engagement an diversen Opernhäusern hat sich Robert Holl einen Namen als erfolgreicher Konzertsänger gemacht. Er hat unter den renommiertesten Dirigenten Europas und den USA in Europa, Amerika und Japan gesungen. Robert Holl gilt als einer der großen Liedsänger unserer Zeit. Seine besondere Vorliebe gilt dem deutschen und dem russischen Lied. Mit der Plattenfirma Preiser Records verbindet ihn eine lange Zusammenarbeit mit zahlreichen Liedaufnahmen. Liederabende führen den Künstler regelmäßig in die internationalen Musikzentren.

Robert Holl komponiert selbst Lieder und Klavierstücke, die zum Teil vom renommierten Musikverlag Doblinger herausgegeben und auf CD erschienen sind. Neben seiner Tätigkeit als Sänger hält er regelmäßig Meisterkurse. Weiters ist Robert Holl künstlerischer Leiter von „Schubertiaden“ in Holland und Österreich.

Im Oktober 1990 wurde Robert Holl der Kammersänger Titel verliehen, im März 1997 wurde er Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, im Juli 1997 Ehrenmitglied des Festivals „Carinthischer Sommer“. 1998 wurde er zum ordentlichen Professor für Lied und Oratorium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ernannt.

2003 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen.Im März 2007 erhielt er das Große Goldene Ehrenzeichen der Niederösterreichischen Landesregierung. Im Oktober 2007 wurde Robert Holl in seiner Heimatstadt Rotterdam der höchste niederländische zivile Verdienstorden „Ridder in de Orde van de Nederlandse Leeuw“ (Ritter des Orden vom Niederländischen Löwen) verliehen.

Bei den Bayreuther Festspielen 2011 und 2012 war Robert Holl wieder als König Marke zu hören. Nach dem Herbst-Tournee 2013 nach Japan und Russland mit den Wiener Philharmonikern unter Christian Thielemann (IX. Symphonie von Beethoven) stehen Konzerte im Wiener Musikverein bevor: Ausschnitte aus den Meistersingern von Wagner mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Philippe Jordan, sowie der Zyklus „Poesie und Musik“ mit vier Abenden in 2014.

Joseph Lorenz wurde 1960 in Wien geboren und besuchte die Hochschule für Musik und darstellende Kunst „Mozarteum“ in Salzburg.

Sein erstes Engagement führte ihn ans Hessische Staatstheater in Kassel; doch schon eineinhalb Jahre später ging er nach Berlin. Der Generalintendant der Staatliche Schauspielbühnen Prof. Boy Gobert war auf Lorenz aufmerksam geworden und engagierte ihn ans Schillertheater. Dort blieb Joseph Lorenz insgesamt sieben Jahre, auch unter der Intendanz von Heribert Sasse. Von der Spree wechselte Lorenz im Jahr 1989 an den Rhein ans Schauspielhaus Düsseldorf, welches ihn mit herausragenden Rollen für zwei Jahre binden konnte.

Ab 1991 finden wir Lorenz in der Schweiz wieder. Zunächst am Schauspielhaus Zürich (Direktion Achim Benning), dann auf der Schweizer Seite des Rheins am Theater Basel (Dir. Frank Baumbauer) und später wieder in Zürich, diesmal am Neumarkttheater.

In den Jahren 1993 bis 95 pendelt Lorenz zwischen den Kammerspielen in Hamburg, dem Staatstheater in Stuttgart und dem Neumarkttheater in Zürich.

1995 gelang es Claus Peymann Joseph Lorenz ans Burgtheater nach Wien zu holen. Insgesamt neun Jahre war Lorenz fest im Ensemble des Burgtheaters, welches er im Jahre 2004 verließ.

Seitdem arbeitet Lorenz als freiberuflicher Schauspieler, z.B. am Theater in der Josefstadt, im Niederösterreichischen Landestheater St. Pölten oder auch am Stadttheater Klagenfurt.

Seit 1998 ist Joseph Lorenz auch regelmäßig bei den Festspielen in Reichenau zu sehen – etwa als Dr. Bertram in der „Schachnovelle“ nach Stefan Zweig, als Oberst Stjerbinski in „Jakobowsky und der Oberst“ als Graf Wronsky in „Anna Karenina“; zuletzt sah man Lorenz in der Rolle des Friedrich Hofreiter in der denkwürdigen Aufführung „Das weite Land“ von Arthur Schnitzler, dem in diesem Jahr (2015) die Titelpartie in „Professor Bernhardi“ folgte.

Neben seiner Bühnentätigkeit ist Joseph Lorenz auch immer wieder als Sprecher zu sehen und zu hören. Sei es in seinen Lesungen, bei Hörspielen des ORF, oder bei diversen Sendern in Deutschland; auch einige Hörbücher liegen auf.

www.josephlorenz.at

Swantje Vesper wurde in Bremen geboren und erhielt ihren ersten Hornunterricht im Alter von sechs Jahren von ihrem Vater Andreas Vesper. Nach einem Frühstudium am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) an der Musikhochschule Hannover wurde sie von 2005 bis 2008 von Bernd Künkele in Hamburg unterrichtet. Bei Prof. Christian Lampert an der Musikhochschule Stuttgart absolvierte sie ab 2008 ihr Bachelor- und Masterstudium. Sie spielte im Bundesjugendorchester und in der Jungen Deutschen Philharmonie, außerdem sie ist Gründungsmitglied des Blechbläserensembles 10forBrass sowie des Aurum Hornquartetts.

Nach Engagements an der Staatsoper Hannover und beim NDR Elbphilharmonieorchester ist sie seit 2016 Hornistin bei den Bamberger Symphonikern.

Yuuko Shiokawa wurde in Tokyo geboren und erhielt ab dem 5. Lebensjahr Violinunterricht. 1957 übersiedelte sie nach Lima, Peru, wo sie neben dem Violinstudium bei Eugen Cremer bereits Konzerte gab. Erste Violinabende und Solistendebüt unter dem Dirigenten S. Skrowaczewski folgten. Ab 1963 war sie Meisterschülerin bei Prof. Wilhelm Stross in München und setzte ihr Studium 1968 bei Sandór Végh in Salzburg fort.

Mit 19 Jahren wurde ihr der Preis der Deutschen Musikhochschulen und der Mendelssohn-Preis zuerkannt. Ab 1963 dehnte sie ihre Konzerttätigkeit auf ganz Europa aus. Sie wirkte wiederholt an Konzerten und Europatourneen des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter Rafael Kubelik mit. Ebenfalls konzertierte sie mit Berliner Philharmonikern, bei den Pfingstfestspielen in Salzburg unter der Leitung von Herbert von Karajan, 1977 beim Osaka Festival, des weiteren mit der Staatskapelle Dresden unter Herbert Blomstedt, mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Boston Symphony, London Symphony, dem Israel Philharmonic Orchestra sowie mit dem NHK Symphony Orchestra Tokyo. Seit 1969 pflegt Yuuko Shiokawa eine ständige Konzerttätigkeit auch in Japan.

Das 6. Violinkonzert von Jan Kubelik mit Yuuko Shiokawa als Solistin wurde in München aufgenommen und in London (1983) und in Luzern (1990) unter der Leitung von Rafael Kubelik aufgeführt.

Yuuko Shiokawa war häufiger Gast beim Marlboro Musik Festival, am Lockenhaus Musikfest, am Lichfield Festival, am London Haydn Festival, von 1989 bis 1998 jährlich an den Musiktagen Mondsee und von 1995 bis 2013 bei den Ittinger Pfingstkonzerten in der Kartause Ittingen (Schweiz). Ihre vielseitige kammermusikalische Tätigkeit umfasst Auftritte bei Bach-Festspielen, darunter weltweit Solorezitals, Sonatenabende mit Bruno Canino und Sir András Schiff und die zyklische Aufführung sämtlicher Sonaten für Violine und Klavier von W.A. Mozart in München und London.

Zu den zahlreichen Schallplattenaufnahmen gehören die Mozartsonaten mit der japanischen Pianistin Keiko Toyama und die Aufnahme der Solosonaten und Partiten von J.S. Bach. 1992 erschien eine Aufnahme mit Violinsonaten von Mozart, aufgenommen auf Mozarts Violine und mit Sir András Schiff auf Mozarts Hammerflügel im Geburtshaus des Komponisten. 1996 erschien eine CD mit Klaviertrios von Mozart, ebenfalls eingespielt mit Mozarts eigenen Instrumenten, und 1998 folgten die Klaviertrios von Schubert mit Sir András Schiff und Miklós Perényi sowie die Bartók-Sonaten. Im Jahre 2000 erschien eine Schubert-CD mit u.a. der Fantasie C-Dur für Violine und Klavier D 934; eine weitere Duo-Einspielung mit Yuuko Shiokawa und Sir András Schiff von 2017 ist Werken von J.S. Bach, F. Busoni und L. van Beethoven gewidmet.

1967 hat Rafael Kubelik der Künstlerin die Violine seines Vaters Jan Kubelik, die Stradivarius „Emperor“ von 1715, zur Verfügung gestellt, welche sie bis zum Jahr 2000 spielte.

Yuuko Shiokawa ist mit Sir András Schiff verheiratet.

Seit 1979 spielt Dűvő Zenekar ungarische Volksmusik, hauptsächlich im traditionellen Stil. Das Repertoire umfasst Musik aus allen ethnischen Gruppen des Karpatenbeckens. Die Band hat an mehreren prestigeträchtigen nationalen Festivals teilgenommen, und in zahlreichen internationalen Auftritten die Musik ihres Landes vorgestellt.

Das Orchester gewann 1983 einen der renommiertesten ungarischen Preise, den Titel „Junger Meister der Volkskunst“ und wurde zweimal mit dem „Excellent Ensemble“ ausgezeichnet.

Die Brüder Dénes und Szabolcs Hrusz, Albert Mohácsy und Zsolt Nagy, sowie die Sängerin Júlia Kubinyi treten seit 2008 in dieser Besetzung als kulturelle Botschafter traditioneller ungarischer Volksmusik auf.