Peter Orth wurde in Philadelphia, USA, geboren. Nach dem Studium an der Juilliard School, New York, markierte der 1. Preis des Internationalen Klavierwettbewerbs von Naumburg, 1979, den Beginn seiner internationalen Karriere. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen.

Als Solist spielte Peter Orth mit dem Philadelphia Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Residentie Orkest Den Haag, dem Orchestre National de Lyon, dem Orquesta Nacional de Espana, der Norddeutschen Philharmonie und mit zahlreichen Symphonieorchestern: Chicago, Detroit, Montreal, Pittsburgh und Saint Louis. Peter Orth arbeitete mit namhaften Dirigenten zusammen, u.a. mit Herbert Blomstedt, Charles Dutoit, Günther Herbig, Raymond Leppard, Zubin Mehta, Aldo Ceccato und Leonard Slatkin.
Seit 1991 lebt Peter Orth in Deutschland. In Europa konzertierte er in Rom, der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam. In Deutschland erlebte man ihn beim Klavierfestival Ruhr und der EXPO 2000 in Hannover, beim WDR Sommerfestival Köln, im Rahmen des Internationalen Oleg Kagan Musikfest Kreuth sowie mehrfach bei den Traunsteiner Sommerkonzerten. Erfolgreiche Gastspiele führten ihn außerdem nach Kempton, Sonthofen, Rostock, Leipzig, und München. 2009 spielte er im Rahmen des Mendelssohn-Zyklus der Tonhalle Düsseldorf mit Dietrich Fischer-Dieskau und dem Auryn Quartett Schönbergs „Ode an Napoleon“. Peter Orth ist regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals wie Marlboro, Ravinia, Caramoor, Aspen sowie Bad Kissingen und Kuhmo/ Finnland. Nach umjubelten Konzerten in der Carnegie Hall, Avery Fisher Hall, Kennedy Center, Orchestra Hall Chicago, Pasadena Ambassador Auditorium, sowie in der Alice Tully Hall im Lincoln Center, gastierte er im Februar 2010 als Solist im Metropolitan Museum, New York. Peter Orth ist auch ein gefragter Pädagoge. Seit April 2010 unterrichtet er als Professor Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Detmold.

www.peterorth.de


Gerald Pachinger

Gerald Pachinger wurde 1967 in Ried im Innkreis (Oberösterreich) geboren. Er studierte bei Peter Schmidl an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Gerald Pachinger ist Gründungsmitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters unter Claudio Abbado und seit Oktober 1987 Soloklarinettist der Wiener Symphoniker. 1988 debütierte er als Solist im Wiener Musikvereinssaal. Im Laufe seiner Karriere musizierte Gerald Pachinger als Solist unter namhaften Dirigenten wie Fabio Luisi, Yakov Kreizberg, Eliahu Inbal, Wolfgang Sawallisch, Vladimir Fedosejev oder Georges Prêtre und spielte mit Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Wiener Kammerorchester, dem Mozarteum Orchester Salzburg sowie dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich. Gastengagements führen ihn unter anderem zu den Berliner Philharmonikern und zum Concentus Musicus Wien. Gerald Pachinger ist Mitglied des „Wiener Bläserensembles“ sowie des „Quintett Wien“ und des „Wiener Kammerensembles“. Darüber hinaus verbindet ihn eine rege Kammermusiktätigkeit mit Künstlern und Ensembles wie Christian Altenburger und Markus Schirmer sowie dem Eos-Quartett Wien, dem Haydntrio, dem Wiener Klaviertrio, dem Auryn-Quartett sowie dem Hugo Wolf-Quartett. Einladungen zu zahlreichen Festivals führten ihn unter anderem nach Salzburg, St. Gallen, Tokyo und Washington. Seit 2004 ist Gerald Pachinger Universitätsprofessor für Klarinette an der Kunstuniversität Graz.

Facebook-Seite von Gerald Pachinger

Der Cellist Niklas Schmidt studierte zunächst in Hamburg und später in Köln und war regelmäßiger Gast in der Menuhin-Akademie in Gstaad. 1980 gründete er gemeinsam mit dem Geiger Michael Mücke und dem Pianisten Wolf Harden das Trio Fontenay. Für die Schallplattenfirmen Teldec, EMI und Philips hat er mit dem Trio fast die gesamte Literatur für dieses Genre auf CD eingespielt; die meisten der Aufnahmen erhielten nationale und internationale Auszeichnungen, u.a. Deutscher Schallplattenpreis 1994 für die Gesamteinspielung der Beethoven-Trios und den Diapason d’Or.

Das Trio Fontenay gastierte in den bedeutendsten Sälen der Welt u.a. in der Carnegie Hall in New York, Salle Gaveau, Paris, Wigmore Hall, Queen Elisabeth Hall, Royal Festival Hall, London, und im Herkulessaal in München, es konzertierte bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Festival de Montpellier, Schleswig-Holstein Musik Festival oder dem Festival de Montréal sowie beim Kissinger Sommer und der Schubertiade in Österreich. Seit seinem Amerika-Debüt 1986 unternahm das Ensemble außerdem jährlich ein bis zwei große USA-Tourneen. Eine besondere Auszeichnung für die drei Musiker war auch die Ernennung des Ensembles zum Trio en Résidence au Châtelet in Paris. Ende 1997 schied Niklas Schmidt als Cellist aus dem Ensemble aus.

Vermehrt tritt er seitdem solistisch aber auch in unterschiedlichen Kammermusik-Formationen auf. Mit Menahem Pressler spielte er die Arpeggione-Sonate in Washington D.C. und in Hamburg die Beethoven-Sonaten. Mit Mitgliedern der Quartette Alban Berg, Cleveland, Guarneri und Juilliard spielte er das Schubert-Streichquintett. Mit Orchester spielte er zuletzt häufiger die beiden Haydn-Konzerte, 2013 gastierte er in China mit Don Quijote von Richard Strauss. Weitere Partner sind Nobuko Imai, Michel Lethiec, Ralf Gothóni, das Auryn Quartett und das Fine Arts Quartett und viele andere. Regelmässig wird Niklas Schmidt zu renommierten Musikfestivals eingeladen, wie das Casals-Festival in Prades, das Musikfestival im finnischen Naantali oder die Musikfestspiele Mecklenburg-Vorpommern. Im August 2012 erschien die CD The Singing Cello mit Schuberts Arpeggione und Beethovens sämtlichen Variationen für Violoncello und Klavier mit seinem Klavierpartner John Chen, 2014 wird die nächste CD mit Werken von Richard Strauss und Sergej Rachmaninow erscheinen.

Seit 1987 lehrt Prof. Schmidt Kammermusik und Violoncello an der Hochschule für Musik in Hamburg. Außerdem wird er regelmäßig zu Kursen in aller Welt eingeladen, u.a. in Paris, Helsinki, Nizza, Montréal, New York, Hongkong und Shanghai.

Niklas Schmidt leitet seit 1999 die renommierte Hamburger Kammermusikreihe Fontenay Classics (früher Kammerkonzerte im Mozartsaal), in der weltweit führende Ensembles und Solisten auftreten. Im Rahmen dieser Reihe findet – nach einer Schubertiade 2011, einer Brahmsiade 2013 – 2014 die zweite Schubertiade Hamburg statt. Er ist außerdem Direktor des International Mendelssohn Summer School Festivals in Hamburg und des Internationalen Kammermusikwettbewerbs Hamburg ICMC. 2010 gründete er sein eigenes Label mit dem Namen Fontenay Classics International FCI, bei dem bereits acht CDs erschienen sind.

Niklas Schmidt spielt auf einem Rogeri-Cello (Brescia) aus dem Jahre 1700.

http://niklasschmidt.com/

Renate Burtscher hat Musikerziehung, Romanistik und Gesang in Salzburg/Mozarteum studiert, ein paar Jahre als AHS-Lehrerin in Vorarlberg und Niederösterreich gearbeitet, immer mit großer Leidenschaft in Chören und Vokalensembles gesungen, mit besonderer Vorliebe im Arnold Schoenberg Chor, dem sie sich immer noch sehr verbunden fühlt. Mit „Pasticcio“ hat ihre Moderatorinnentätigkeit bei Ö1 begonnen, viele Musiksendereihen hat sie mitgestaltet.Die Freude, Musik auf ganz persönliche Weise zu vermitteln, nützt sich nicht ab, sie wächst, sie vertieft sich und wird auch im Rahmen von Workshops und Auftrittscoachings weitergegeben.

Zora Slokar Foto: A. Heitmann

Zora Slokar wurde in Bern geboren.

In ihrer noch jungen Karriere spielte sie als Solistin schon mit renommierten Orchestern wie dem „Tchaikowsky“ Rundfunkorchester Moskau, Radio/Tv Orchestra Ljubljana, Orchestre de Chambre de Genève, Istanbul Devlet Symphony Orchestra, Capella Istropolitana und dem Orchestra di Camera di Milano.

Sie ist eine passionierte Kammermusikerin und regelmässig zu Gast bei wichtigen Kammermusikfestivals wie dem „Lockenhaus Kammermusikfest“, „Verbier“ Festival, „December Nights“ Moskau, „Oleg Kagan Musikfest“ Kreuth, Progetto Martha Argerich Lugano und dem Festival „Chambermusic connects the World“ Kronberg als Partnerin von Gidon Kremer, Martha Argerich, Eduard Brunner, Sergio Azzolini und Maurice Bourgue.

Zora Slokar gewann viele Preise und Auszeichnungen wie 2002 den ersten Preis am „Anemos“ Wettbewerb in Rom und eine Finalteilnahme am „Paxman“ Wettbewerb „Young Horn Players“ in London. 2003 gewann sie den ersten Preis am „Ceccarossi“ Wettbewerb in Orsogna, Italien und 2007 den „Kiwanis“ Förderpreis in Zürich. Sie war auch Stipendiatin der „Migros/Kulturprozent“ und wurde als junge Solistin von der „Orpheum Stiftung“ Zürich gefördert.

Ihre musikalische Ausbildung begann als 5jährige mit Violine. Nach dem „Violin-Lehrdiplom“ konzentrierte sie sich ganz auf das Honrspiel, das sie im Alter von 16 Jahren mit ihrem Vater als Lehrer begann. Sie studierte danach mit Erich Penzel in Maastricht, wo sie 2003 den „Bachelor`s Degree erhielt. 2008 erhielt sie ihr Solistendiplom an der „Hochschule der Künste“ Zürich in der Klasse von Radovan Vlatkovic.

Als Solohornistin spielte sie in vielen namhaften Orchestern wie dem „Tonhalle-Orchester Zurich”, „Gustav Mahler Jugendorchester“, „Verbier Festival Orchestra“ und dem „Ensemble Modern“ Frankfurt.

Sie ist Solohornistin im „Orchestra della Svizzera Italiana“ in Lugano.

www.zoraslokar.com

 

Arabella Hirner wurde 1967 in München geboren. Nach ihrem Studium der Musik- und Bewegungspädagogik in Salzburg absolvierte sie von 1991 bis 1994 ein Schlagwerk- und Percussionsstudium in Amsterdam. Seit 1994 ist sie Schlagzeugerin des „Österreichischen Ensembles für Neue Musik“ sowie in zahlreichen Musikprojekten – von Duoformationen bis crossover vor allem mit Tanz – und der Orchester- und Ensemblearbeit aktiv. Seit 1999 ist sie zudem Lehrbeauftragte in den Fächern Methodik /Didaktik Schlagzeug, bodypercussion sowie Körpergesundheit an der Hochschule für Musik Detmold. Kinder- und Jugendprojekte (u.a. 1. Biennale Salzburg 2009) runden die Tätigkeiten der verheirateten Mutter zweier Kinder ab. In diese fließen ihre durch Fortbildungen gewonnenen Kenntnisse in Bodypercussion, indischer Rhythmik/Schlaginstrumente, gewaltfreier Kommunikation sowie neurophysiologischer Entwicklungsförderung ein.

wurde am 12. November 1939 in Steyr geboren.

Nach seiner Schauspielausbildung am Mozarteum Salzburg und ersten Anfängerjahren in Salzburg sowie Klagenfurt, gelingt der Sprung ans Volkstheater in Wien, wo er erste große Rollen spielt, wie z.B. Raskolnikoff mit Helmut Qualtinger als Partner.

1970 geht er ans Residenztheater München, von wo ihn Gerhard Klingenberg ans Burgtheater holt. Dort spielt er in fast 20 Jahren über 50 Rollen davon 20 Hauptrollen, ehe er 1989 das Burgtheater verlässt, um seither als freier Schauspieler sehr erfolgreich tätig zu sein.

Auszeichnungen:
Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2010
Ernennung zum Kammerschaupieler
Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold
Nominierung für den Nestroypreis 2003, als bester Schauspieler

Alexander Lonquich ist einer der führenden Interpreten unserer Zeit, sowohl als Solist wie auch als Kammermusiker. Wegen seiner berührenden Musikalität, beeindruckenden Virtuosität und fulminanter Unmittelbarkeit der Wiedergabe ist er regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals wie Salzburger Festspiele, Mozartwoche Salzburg, Edinburgh Festival, Kammermusikfest Lockenhaus, Mondsee Tage, Schubertiade Schwarzenberg, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik-Festival, Klavierfestival Ruhr, Lucerne Festival, Cheltenham Festival, Tanglewood Festival, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Beethoven Fest Bonn und Warschau, Kissinger Sommer etc. Ferner konzertiert er in den wichtigsten Konzertzentren Europas, der USA, Japans und Australiens.
 

Als Solist spielte er mit den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Royal Philharmonic Orchestra, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Orchestre Champs-Elysées, dem hr Symphonie Orchester, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und vielen anderen, unter der Leitung von Dirigenten wie Claudio Abbado, Philippe Herreweghe, Heinz Holliger, Manfred Honeck, Ton Koopman, Emmanuel Krivine, Mark Minkowski, Kurt Sanderling, Sándor Végh u.a.
 

Neben seiner herausragenden Karriere als Solist begeistert Alexander Lonquich auch in der künstlerischen Zusammenarbeit mit Partnern wie Nicolas Altstaedt, Vilde Frang, Nils Mönkemeyer, Joshua Bell, Gautier und Renaud Capuçon, Veronika Hagen, Heinz Holliger, Steven Isserlis, Leonidas Kavakos, Isabelle van Keulen, Sabine Meyer, Boris Pergamenschikow, Heinrich Schiff, Christian Tetzlaff , Jörg Widmann, Carolin Widmann, Frank Peter Zimmermann, Tabea Zimmermann, dem Auryn Quartett, dem Tokyo Quartett, Ruth Ziesak u. v.a.

Alexander Lonquichs CDs (EMI) wurden mit vielen bedeutenden Preisen wie Diapason d’Or, Premio Abbati und Edison Preis bedacht. Seit einigen Jahren arbeitet Alexander Lonquich intensiv mit ECM Records zusammen. Zuletzt erschien eine CD mit Werken von Heinz Holliger und Robert Schumann und eine weitere CD mit Carolin Widmann mit Werken von Schubert.

Einen bedeutenden künstlerischen Schwerpunkt setzt Alexander Lonquich auf die Doppelfunktion als Dirigent und Solist. Grandiose Erfolge feierte er mit Orchestern wie den Wiener Symphonikern, Camerata Salzburg, Mahler Chamber Orchester, Deutsche Kammerphilharmonie, hr Sinfonieorchester Frankfurt, Münchener Kammerorchester, Kammerorchester Basel, Orchestra da Camera di Mantova, Stuttgarter Kammerorchester, Gidon Kremers Kremerata Baltica, dem Mozarteum Orchester u.a.
 

Highlights der Saison 2015/2016 sind unter anderem seine Residency beim NDR Symphonieorchester, eine USA-Tournee mit Nicolas Altstaedt, eine Spanien-Tournee mit dem Orquesta Sinfónica de Euskadi sowie ein Zyklus alle 5 Beethovenkonzerte mit dem Münchener Kammerorchester. Ebenso wird 2016 eine neue CD-Aufnahme von Schumanns Konzertstücken mit Heinz Holliger und dem WDR Symphonieorchester erscheinen.
 

Alexander Lonquich ist in Trier geboren, studierte bei Astrid Schmid-Neuhaus, Paul Badura-Skoda, Andreji Jasinski, und Ilonka Deckers und begann seine Laufbahn 16jährig als erster Preisträger des internationalen Klavierwettbewerbes „Casagrande“ in Terni, Italien.

Ulrich Wolff lernte ursprünglich Geige, später kam der Kontrabass dazu – weil er in seiner Heimatstadt in einem kleinen Kammerensemble mitwirkte, in dem ab und zu auch ein Kontrabass gebraucht wurde. Je nach Bedarf spielte er beide Instrumente. Dass er dann schließlich Kontrabassist wurde, lag an zwei ambitionierten Lehrern, die ihn zu diesem Beruf motivierten. Ulrich Wolff studierte bei Rainer Zepperitz an der Hochschule der Künste in Berlin. 1977 war er Mitglied des von Leonard Bernstein geleiteten Weltjugendorchesters in Seoul und Tokio, im folgenden Jahr fing er bei den Berliner Philharmonikern an.

Von 1981 bis 1985 unterbrach er seinen Dienst, um als Erster Solo-Kontrabassist unter Sergiu Celibidache im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart zu spielen. Außerdem musizierte er von 1997 bis 1999 im Orchester der Bayreuther Festspiele und wirkt in vielen Kammermusikensembles mit, so dem Ensemble Berlin, das er mitbegründete, und dem Philharmonischen Streichoktett. Außerdem trat er gemeinsam mit Isaac Stern, dem Auryn Quartett und dem Philharmonia Quartett Berlin auf. Seine besondere Liebe gilt der Alten Musik, die er von Kind an pflegt.

Ulrich Wolff, der Mitglied des Ensembles »Musica Antiqua Köln« war und derzeit zum Concerto Melante gehört, beherrscht auch das Spiel auf historischen Intrumenten wie dem Violone in D und G sowie der Viola da Gamba. In zahlreichen Meisterkursen engagiert er sich für den musikalischen Nachwuchs. Seit 2005 unterrichtet er an der von Claudio Abbado gegründeten Gustav Mahler Akademie im italienischen Potenza. Auch ein großer Teil seiner Freizeit gehört der Musik. So beschäftigt sich Ulrich Wolff mit Quellenforschungen zu Werken und liest musikhistorische Literatur. Seine liebste außermusikalische Beschäftigung ist das Wandern in den Bergen.

Im Gespräch mit Astrid Braunsperger gibt Ulrich Wolff ein paar persönliche Einblicke:

– Das ist für mich das Besondere an den Musiktagen Mondsee:
Zuallererst freue ich mich auf die Kammermusikpartner und insbesondere auf meine Freunde vom Auryn Quartett. Wir kennen uns ja schon lange. Ich habe in meinem Leben schon mit vielen Ensembles gespielt, kenne aber kein einziges, das während der Proben so gut nonverbal kommunizieren kann! Es bleibt bei fast immer bei einem Gespräch in Tönen. Das ist absolut faszinierend! Mit Andreas habe ich schon die Schulbank gedrückt und Lehrer in den wilden 70er Jahren  zur Verzweiflung gebracht, was wir beide heute sehr bereuen. Auch freue ich mich darauf an einem Ort zu musizieren, wo andere ihren Urlaub verbringen. Das hat seinen ganz besonderen Reiz! Wir Musiker müssen meist in großen Städten leben, zumindest wenn man in einem Orchester spielt. Denn wir wollen ja in langen Wintern und  grauem Wetter in den Städten den Bewohnern das Leben mit Musik verschönern und bereichern. Deswegen genieße ich besonders diese traumhafte sommerliche Atmosphäre am See zwischen den Bergen und dem Duft der Wiesen und Wälder. Das gibt mir eine ungeheure Kraft und Inspiration. Hier fällt mir Beethovens sprichwörtliche Naturliebe ein:  „Froh bin ich wieder einmal in Gebüschen, Wäldern, unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können, kein Mensch kann das Land so lieben wie ich. Geben doch Wälder, Bäume, Felsen den Widerhall, den der Mensch wünscht.“ Ich bin überzeugt, dass er tatsächlich im ganz wörtlichen Sinne diesen „Widerhall“ gehört hat und er ihm ganz konkret als Vorlage für seine Werke diente. Natürliche physikalische Schwingungsgesetze wie der Tag-Nacht-Rhythmus, der Wechsel der Jahreszeiten und der Mondphasen, bestimmt durch die Schwingungen der Himmelskörper, haben schließlich das Leben auf der Erde entstehen lassen. Daraus sind der Gesang des Windes, des Wassers und der Lebewesen entstanden. Deswegen reagieren unsere Ohren so überaus sensibel auf die hörbaren Schwingungen der Töne. Sie sind durch die Charakteristika der Intervalle „belebt“ und erstaunlich unlogisch, wie schon Pythagoras erkannt hat. Ähnlich wie die Schwingungen der Himmelskörper geben auch die Intervalle unseres Tonsystems immer noch Rätsel auf. Bei keinem Saiteninstrument lassen sich die leeren Saiten perfekt stimmen (wegen des „pythagoreischen Kommas“). Am schlimmsten äußert sich das beim Klavier, dass ein Klavierstimmer nur bändigen kann, wenn er sowohl die Terzen als auch die Quinten minimal ver-stimmt. Weil das Tonsystem der Intervalle belebt und nicht ebenmäßig ist, kann wirklich am besten nur die die menschliche Stimme perfekt intonieren. Warum das die Natur oder der liebe Gott so vorgesehen hat, ist ein großes ungelöstes Rätsel. So gerne wüsste ich, was Beethoven zu diesem Thema wohl gesagt hätte. Denn ER ist auch verantwortlich dafür, dass die Kontrabassisten von seiner dritten Sinfonie an die Bünde an ihren Instrumenten damals in Wien weggeschnitten haben, die bis dahin üblich waren! Ganz bestimmt auch noch bei seinem Septett. Später, bei seinen immer kühner werdenden Modulationen in entfernte Tonarten, hätten die Bässe mit Bünden, wegen der dadurch nur schlecht temperierbaren Töne, einfach nur scheußlich geklungen!

Und noch ein Beethoven–Zitat anlässlich des Corona-Virus, der gerade die Menschheit voll im Griff hat und hoffentlich auch etwas Positives bewirkt: „Die Kreuze im Leben eines Menschen sind wie die Kreuze in der Musik: sie erhöhen.“

– Auf welchem Instrument spielst Du?
Ich spiele auf einem Kontrabass von Giovanni Battista Grancino von 1695.

– Hast Du einen Leitsatz?
Bleibe immer offen für neue Erkenntnisse und neugierig wie ein kleines Kind. In der Musik gibt es keine endgültige Wahrheit, sie lebt immer nur in der Zeit in der sie gerade erklingt.

– Das mache ich gerne, wenn ich mich entspanne:
In Haus und Garten werkeln, jegliche Bewegung in der Natur, Lesen, Schach und Skat spielen, nicht zuletzt auch zu Hause mit der Familie oder allein Musizieren – just for fun!

– Wenn ich nicht Musiker geworden wäre…
Damals nach dem Abi hatte ich mich parallel zur Musikhochschule auch für die Fächer Geschichte und Architektur beworben. Für beides interessiere ich mich heute noch.

Lars Anders Tomter ist Professor an der Musikhochschule in Oslo. Gemeinsam mit Henning Kraggerud ist er künstlerischer Leiter des Risør Kammermusikkfest, das weltweit zu den bedeutendsten Kammermusikfestivals zählt. Er spielt eine Gasparo da Salo aus dem Jahr 1590.

Lars Anders Tomter gehört zu den herausragenden Bratschenvirtuosen unserer Zeit. Der „Giant of the Nordic Viola“ (The Strad) wurde im norwegischen Hamar geboren. Mit acht Jahren begann er die Violine zu spielen, wenig später Bratsche. Das Studium für beide Instrumente absolvierte er am Konservatorium Oslo und an der staatlichen norwegischen Akademie bei Prof. Leif Jørgensen. Mit siebzehn Jahren gab er sein Debüt auf beiden Instrumenten. Er setzte seine Studien dann bei Prof. Max Rostal und Sandor Vegh fort. Wettbewerbserfolge in Budapest und in Lille standen am Beginn seiner internationalen Karriere.

Seine Auftritte als Bratschensolist werden mit größtem Beifall von Publikum und Kritik bedacht, von der Carnegie Hall, dem Wiener Musikverein und der Wigmore Hall bis zu den wichtigen Konzertpodien in Skandinavien, Madrid, Budapest, Bonn, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, München,
Stuttgart, Paris, Rom, London, New York, Los Angeles und Washington D.C. Darüber hinaus gastiert Lars Anders Tomter bei Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, Schleswig-Holstein Musik Festival, Lockenhaus, Kissinger Sommer, Salzburger Festspiele, Verbier Festival, SWR Schwetzinger Festspiele, Kammermusikfestival Moritzburg Schubertiade, styriarte oder den BBC Proms.