Das „Alliance Quartett Wien“ wurde 2008 von vier jungen Musikern unterschiedlicher Nationalitäten gegründet und spielt seit 2016 in seiner heutigen Besetzung.
Im Februar 2013 wurde das Quartett von Dr. Otto Brusatti zum Radio Ö1 „Klassik Treffpunkt“ eingeladen, wo sich die Musiker live mit Streichquartetten von Philip Glass und Johanna Doderer präsentierten.
Für die Saison 2014/15 wurde das Quartett in die Konzertreihe der Jeunesse Österreich aufgenommen und wurde durch das Musiknachwuchsprogramm „New Austrian Sound Of Music“ gefördert.

Das „Alliance Quartett Wien“ konzertierte unter anderem bei den „Meerschein Matineen Graz“, den „Kammermusikkonzerten Amstetten“, den „Zeller Sommerkonzerten“, dem „Sommerfestival Rovinj“ (Kroatien), der „semana de música de cámera en Castro“ (Chile), dem „Festival Internacional Música Clásica por los Caminos del Vino“ (Argentinien), der „Lux Festspielwoche Ruhla“ und dem „Beethoven Festival Baden“, sowie mehrmals im
„Gläsernen Saal“ des Wiener Musikvereins.

Neben der Leidenschaft, die Kammermusikliteratur durch mit Liebe und Sorgfalt erarbeitete Interpretation neu zu beleben, widmet sich das Quartett auch mit grossem Interesse den zeitgenössischen Komponisten und Komponistinnen.

Die Schweizer Geigerin Esther Hoppe hat sich in den letzten Jahren als Solistin wie auch als Kammermusikerin einen Namen als stilsichere und virtuose Geigerin gemacht, die ihre stupende Technik stets in den Dienst der Musik stellt.

Nach Studien in Basel, Philadelphia (Curtis Institute of Music), London und Zürich gewann sie 2002 den 1. Preis beim Internationalen Mozart-Wettbewerb in Salzburg. Anschliessend gründete sie das Tecchler Trio, mit dem sie bis 2011 intensiv konzertierte und mehrere erste Preise an wichtigen Wettbewerben gewann, allen voran 2007 den 1. Preis am Internationalen ARD-Wettbewerb München. Von 2009 bis 2013 war Esther Hoppe 1. Konzertmeisterin des Münchener Kammerorchesters, welches sie in vielen Konzerten auch selber leitete.
 Seit 2013 unterrichtet sie als Professorin für Violine an der Universität Mozarteum Salzburg.


Im Rahmen ihrer Konzerttätigkeit tritt Esther Hoppe an Festivals in Lockenhaus, Luzern, Davos, Gstaad, Delft, Sevilla, Prussia Cove oder an der Styriarte Graz auf. Tourneen führen sie in alle Länder Europas, in die USA, nach Japan, mit Auftritten im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall London, im Grossen Saal des Mozarteums Salzburg, im Herkulessaal München, im Grossen Saal des Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, im Wiener Konzerthaus und im Konzerthaus Dortmund.
 


Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Clemens und Veronika Hagen, Christian Poltéra, Heinz Holliger, Elisabeth Leonskaja, Alexander Lonquich, Aleksandar Madzar, Francesco Piemontesi und Ronald Brautigam. 


Esther Hoppe trat als Solistin mit vielen Orchestern auf, unter anderem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchener Kammerorchester, dem Orchester Les Siècles Paris, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Kammerorchester Basel, dem Zürcher Kammerorchester und dem Musikkollegium Winterthur.
 


Nach einer 2014 veröffentlichten, von der Presse hochgelobten Aufnahme mit dem Pianisten Alasdair Beatson mit Werken von Mozart und Strawinsky, erscheint Anfang 2017 die Fortsetzung bei Claves Records mit Sonaten von Mozart und Poulenc. Auch diese Aufnahme erhält beste Kritiken. Weitere CDs sind bei Virgin Classics, Neos, Concentus Records und Ars Musici erschienen.

Esther Hoppe spielt auf einer Violine von Gioffredo Cappa aus dem Jahre 1690.
Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich.

Das Minguet Quartett – gegründet 1988 – zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, wobei seine so leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen für begeisternde Hörerfahrungen sorgen – „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen – für das Minguet Quartett ist dieser Gedanke künstlerisches Programm.

2016/17 stehen Einladungen zum Festival d’Automne Paris, Tongyeong International Music Festival Korea, Mozartfest Schwetzingen, Festival JetztMusik Stuttgart des SWR, Usedomer Musikfestival und zu den Festspielen Herrenchiemsee, in die neu eröffnete Elbphilharmonie Hamburg, die Staatsoper Berlin, das Konzerthaus Berlin, Muziekgebouw Amsterdam, Beethovenhaus Bonn und Richard Wagner Museum Bayreuth sowie Konzerte in Österreich, Italien, Polen, den Niederlanden, der Schweiz und Tourneen nach China und in die USA auf dem Programm. In Zusammenarbeit mit
der Europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst Montepulciano und der Kunststiftung NRW wird das Ensemble ferner ein großes Projekt realisieren, das italienische und deutsche Musik der Moderne einander gegenüberstellt.

Vorangegangene Spielzeiten führten das Minguet Quartett in die Kölner und Berliner Philharmonie, die Tonhalle Düsseldorf, Alte Oper Frankfurt, das Brucknerhaus Linz, zum Musikfest Stuttgart, Mozartfest Würzburg, Festival Ultraschall Berlin, zu den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci sowie in weitere große Konzerthäuser innerhalb Europas, in Japan, Mittel- und Südamerika, Kanada und den USA.

Das Ensemble konzentriert sich auf die klassisch-romantische Literatur und die Musik der Moderne gleichermaßen und engagiert sich durch zahlreiche Uraufführungen für Kompositionen des 21. Jahrhunderts. Begegnungen mit bedeutenden Komponisten unserer Zeit inspirieren die vier Musiker zu immer neuen Programmideen. Die erstmalige Gesamtaufnahme der Streichquartette von Wolfgang Rihm, Peter Ruzicka und Jörg Widmann zählen zu den bedeutendsten Projekten. Letztere wurde im Mai 2015 von FONO FORUM mit fünf Sternen ausgezeichnet.

Ein Höhepunkt der letzten Jahre war die Aufführung von Karlheinz Stockhausens Helikopter-Streichquartett auf Einladung der AUDI-Sommerkonzerte 2015 im Rahmen eines Konzeptes des Dirigenten Kent Nagano.

Partner des Minguet Quartetts sind u.a. die Sopranistin Mojca Erdmann, der Bariton Christian Gerhaher, die Klarinettisten Sharon Kam und Jörg Widmann, der Pianist Andrea Lucchesini, der Bratschist Gérard Caussé, der Schauspieler Michael Degen, das Brucknerorchester Linz, das hr- und WDR-Sinfonieorchester unter den Dirigenten Jukka-Pekka Saraste, Markus Stenz und Peter Ruzicka.

Seit Oktober 2015 sind die Mitglieder des Minguet Quartetts darüber hinaus als Gastdozenten für Kammermusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Standort Wuppertal verpflichtet.

Mit der aktuellen CD-Gesamteinspielung der Streichquartettliteratur von Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Suk und Heinrich von Herzogenberg (Label cpo) präsentiert das Minguet Quartett seine große Klangkultur und eröffnet dem Publikum die Entdeckung eindrucksvoller Musik der Romantik. In den kommenden Jahren wird das Ensemble die vollständige Kammermusik von Emil Nikolaus von Reznicek, Heinrich Kaminski und Walter Braunfels sowie das einzigartige Streichquartett von Glenn Gould auf CD vorlegen.

2010 wurde das Minguet Quartett mit dem begehrten ECHO Klassik sowie 2015 mit dem renommierten französischen Diapason d’Or des Jahres ausgezeichnet.

www.minguet.de

Die Pianistinnen Ariane Haering und Ardita Statovci, haben ein Klavierduo der besonderen Art gegründet. Seit ihrem allerersten gemeinsamen Auftritt im Sommer 2015, hat das Duo erfolgreiche Konzerttourneen absolviert,  erhielt Lob nach der Sendung des Konzertmitschnittes von ORF/Ö1, wurde als „Klavierduo der Extraklasse“ bezeichnet  und zu den begeisterten internationalen Pressebesprechungen erhielt das Duo ein eigens für sie komponierte Uraufführungswerk  vom renommierten Komponisten Alexander Müllenbach, welches beim 40. Jubiläum der „Aspekte Salzburg“ in 2016 erfolgreich uraufgeführt wurde.

ariadita’s Repertoire umfangt nicht nur Standardliteratur der großen Klassiker, sondern  auch eines der anspruchsvollsten Werke der Duoliteratur des XX Jh., das grandiose „Le Sacre du Printemps“ von Igor Stravinsky,  wodurch sie für Aufsehen sorgten.

In 2017 wird ariadita ein bedeutendes, jedoch selten für Klavier zu vier Händen gespieltes  Werk, Ludwig van Beethoven’s 7. Symphonie, aufführen.

 

Presse:

„…mit  fulminantem Temperament und überwältigender Kraft“ (B. Sulzer, Kronenzeitung 2016)

„… Le Sacre: Ariane et Ardita ont mis en valeur la précision dansante et la structure savante de l’oeuvre.“ (D.de Ceuninck, L’Impartial 2016)

„Die technisch bravourösen und von vollendeter Musikalität geprägte Pianistinnen boten ein außergewöhnlich interessantes Programm..! (B. Sulzer, Kronenzeitung 2016)

„..zwei Pianistinnen vom Rang..“ (H. Bonatti 2016)

„Geradezu greifbare Konzentration im Publikum, atemlose Spannung während des gesamten Spiels“ (H. Bonatti 2016)

 

Facebook-Seite von ariadita


Das Ancora Trio ist ein junges Klaviertrio, dass durch die Liebe und Freude zur Musik geeint wird. Sie wollen die Musik sprechen lassen, miteinander fühlen, aufeinander reagieren, ein gegenseitiges Vertrauen in den Vordergrund stellen und dies als Grundlage jedes Musizierens sehen. Drei absolut verschiedene Charaktere finden sich in diesem Trio, die sich gegenseitig inspirieren, bereichern, schätzen und anspornen und durch ihre Persönlichkeiten drei Energien zu einer verschmelzen lassen, um die größte Leidenschaft in die Musik zu legen.

Helge Aurich, Klavier
1985 in Stuttgart geboren, erhielt er mit vier Jahren seinen ersten Unterricht am Klavier. In Freiburg absolvierte er ein Vorstudium für musikalisch Hochbegabte und begann sein Studium später in Rostock bei Matthias Kirschnereit sowie Karl -Heinz Will. In dieser Zeit erspielte er Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben und erhielt Stipendien von verschiedenen Stiftungen. Helge Aurich konzertierte als Solist bereits mit namhaften Orchestern wie der Norddeutschen Philharmonie Rostock, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Theater Vorpommern und mit der Polnischen Kammerphilharmonie. Seit Ende seines Studiums 2013, welches er mit Bestnote abschloss, arbeitet er als Korrepetitor an der Hochschule für Musik Stuttgart sowie als freier Künstler.

Maria Holzer-Graf, Violine
Geboren 1992 in Salzburg, erhielt sie den ersten Violinunterricht bei Erntraud Passin. Mit 14 Jahren begann sie am Mozarteum Salzburg ihr Jungstudium bei Lukas Hagen und setzt ihr ordentliches Studium nun bei Andreas Seidel an der HMT Leipzig fort. Von klein auf hegt sie eine große Liebe zur Kammermusik und dem Orchesterspiel und wirkt regelmäßig in Orchestern und Ensembles mit, unter anderem im Orchester der jungen Tonkünstler Köln, im Mozarteumorchester Salzburg sowie als Konzertmeisterin des Consortium Lunaelacense, Landesjugendorchester Salzburg und des Wiener Jeunesse Orchesters. In der Spielzeit 2015/16 war sie Akademistin an der Robert – Schumann – Philharmonie in Chemnitz, seit 2016 besetzt sie die Vorspielerstelle an der Operette Dresden. Maria Holzer-Graf spielt eine Geige von Hans Pluhar.

Beatrice Holzer-Graf, Violoncello
1990 in Salzburg geboren, erhielt sie mit 10 Jahren, ihren ersten Unterricht am Violoncello. Wegen ihres unstillbaren Verlangens nach neuen Inspirationen durfte sie auf ihrem bisherigen Weg von vielen sehr unterschiedlichen Lehrern profitieren. Dazu zählten R. Ginzel, E. Bronzi , H. Litschauer, J. Steckel, A. Emanuilova sowie C. Brotbek. Um ihre Liebe zur Alten Musik mehr zu pflegen, begann sie 2015 auch ein Studium am Barockcello. Seit dem Beatrice Holzer-Graf 2017 ihr Studium mit Auszeichnung abschloss arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. Sie spielt ein Cello von Paolo Vettori.

Facebook-Seite von Beatrice Holzer-Graf

Als Solistin und als eine der gefragtesten Kammermusikpartner, ist die Pianistin Magda Amara Gast renommierter Konzerthäuser wie dem Musikverein und Konzerthaus Wien, dem Theater an der Wien, dem Mozarteum Salzburg, dem Concertgebouw Amsterdam, der Laeiszhalle Hamburg, dem Festspielhaus Baden-Baden oder der Tonhalle Zürich. Ihre Engagements führten sie an die wichtigsten europäischen Bühnen und darüber hinaus nach Russland und in die USA.

Magda Amara gastierte bei internationalen Festivals wie Dvořákova Praha, Le Sion Festival, Festival de Radio France in Montpellier, Best of NRW, den Neuberger Kulturtagen oder dem Attergauer Kultursommer und arbeitete erfolgreich mit dem Wiener Kammerorchester, dem Nord-Niederländischen Orchester, dem Symphonieorchester Kairo sowie der Tschechischen Philharmonie Brno zusammen.

Ihre Leidenschaft für die Kammermusik teilt sie mit herausragenden Partnern wie Julian Rachlin, Dora Schwarzberg und Stefan Vladar, sowie mit Mitgliedern der Wiener und Berliner Philharmoniker. Mit der niederländischen Cellistin Harriet Krijgh verbindet sie eine besonders enge musikalische Zusammenarbeit, aus welcher unter anderem die Einspielung von zwei CDs beim österreichischen Label Capriccio hervorging. Projekte für die kommende Saison 2016/17 führen die Pianistin unter anderem zum Luzern Festival, Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien und viele mehr.

Magda Amara wurde in Moskau geboren und absolvierte dort am Staatlichen P.-I.-Tschaikowski-Konservatorium in der Klasse von Sergej Dorensky. Sie vervollständigte ihre Studien in Wien mit Stefan Vladar an der Universität für Musik und darstellende Kunst und ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe, wie des ersten Preises der Klavierwettbewerbe Jeunesses Musicales und Ennio Porriono, sowie des dritten Preises des Internationalen Klavierwettbewerbs Vladimir Horowitz.

http://magdaamara.com/

Stanislau Anischenko begann sein Kontrabassstudium in Minsk (Weißrussland) im Jahr 1999, nachdem er bereits sechs Jahre lang Cello studiert hatte. Bereits im ersten Studienjahr gewann er den nationalen Wettbewerb in Grodno und setzte nach fünf Jahren sein Studium an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Prof. Dorin Marc fort. Während seiner Studienzeit gewann er mehrere Preise bei verschiedenen Wettbewerben, zum Beispiel den Sonderpreis des ARD-Wettbewerbs in München (2003), den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb in Brno (2008) sowie den zweiten Preis und den Sonderpreis erneut beim ARD-Wettbewerb in München (2009). Er lernte in Meisterklassen von renommierten Künstlern wie Vladimir Perlin, Gavriel Lipkind, Jerome Pernoo und Janne Saksala sowie von Kammermusikensembles wie dem Kuss-Quartett und dem St. Petersburger Streichquartett. Von 2007 bis 2009 war Stanislav Anischenko als Solobassist an der Stuttgarter Staatsoper tätig. Anschließend wechselte er in gleicher Position zum WDR Sinfonieorchester Köln.

Neben dieser Tätigkeit ist er Kontrabassist des Astor Trios und spielt viel Kammermusik mit diversen Ensembles und Formationen. Seit 2011 hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Detmold. Mit Beginn des Wintersemesters 2014/15 erhielt er den Ruf als Professor dorthin.

Facebook-Seite von Stanislav Anischenko

Rafael Fingerlos, wurde in Tamsweg in Salzburg geboren. Im November 2013 schloss er sein Masterstudium Sologesang bei Uta Schwabe an der Konservatorium Wien Privatuniversität mit Auszeichnung ab. Der Bariton ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Neben ersten Bühnenerfahrungen im Rahmen seiner Ausbildung u.a. Papageno, Melisso (Alcina), Marco (Gianni Schicci), Dr.Falke
(Fledermaus), Melchior (Amahl and the night visitors) war er bereits 2011 als Conte Almaviva in Mozarts „Le Nozze di Figaro“ in Wien zu
sehen. 2015 war er Teilnehmer des Young Singers Project bei den Salzburger Festspielen und 2016 hat er in Salzburg in der Uraufführung von Thomas Adès „The exterminating angel“ mitgewirkt.

Im Februar 2016 debütierte er an der Semperoper Dresden als Papageno und im Herbst 2016 tourte er als Harlekin in „Ariadne auf Naxos“ mit
der Nationale Reisopera durch die Niederlande. Ab 2016/17 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper: seine ersten Aufgaben waren
Harlekin im Oktober im Rahmen eines Japangastspiels in Tokyo und im November das Hausdebüt als Figaro in „Barbiere“, eine Rolle, in der
er 2017/18 an die Semperoper zurückkehrt. 2017 debütiert er bei den Bregenzer Festspielen als Morales in „Carmen“ und 2018 in den „Soldaten“ am Teatro Real in Madrid.

Das Lied und der Konzertbereich nehmen in seiner künstlerischen Tätigkeit eine zentrale Stelle ein. So durfte Rafael Fingerlos als Liedsänger bereits während seiner Ausbildung im Rahmen nationaler und internationaler Festivals gastieren, gab 2015 u.a. Liederabende in London und Mailand und war in Wien als Solist sowohl im Musikverein als auch im Konzerthaus zu hören. Bei den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach 2015 gastierte er als Solist der Württembergische Philharmonie Reutlingen. Im Radiokulturhaus des ORF in Wien gab er im Dezember 2015 einen Abend mit Orgelbegleitung.

2016 gab er Liederabende an der Oper von Nizza, beim Musikfestival Znaim in Tschechien, beim Diabelli Musiksommer Mattsee bei Salzburg
und am Nationaltheater Zagreb. Zu Ostern 2017 singt er die Baßarien in Bachs „Matthäuspassion“ beim Kreuzchor Dresden.
Zu seinen Fachpartien im Konzert- und Kirchenmusikbereich zählen neben verschiedenen Messen und Kantaten unter anderem Orffs „Carmina
Burana“, Händels „Messias“, Mendelssohns „Elias“, Mahlers 8. Sinfonie oder die Requiem-Vertonungen von Fauré und Brahms.

www.rafaelfingerlos.com


Richard Galler

Richard Galler

Geboren in Graz, studierte Richard Galler bei Johann Benesch und Milan Turkovic. Er war Preisträger bei nationalen und internationalen Wettbewerben, ist seit 1987 Solofagottist der Wiener Symphoniker und seit 2004 als Professor an der Universität für Musik kund darstellende Kunst Wien tätig. Rege Kammermusiktätigkeit mit Künstlern wie Christian Altenburger, Ernst Kovacic, Rainer Honeck, Franz Bartholomey, Patrick Demenga, Marie Luise Neunecker, Gerald Pachinger, Milan Turkovic oder Radovan Vlatkovic. Mitwirkung bei Kammermusikfestivals in Lockenhaus, St. Gallen, Pablo Casals Festival in Prades, Risör (Norwegen), Uusikaupunki (Finnland). Seit 2010 Nachfolger von Milan Turkovic beim Bläserquintett „Ensemble Wien-Berlin“. Als Solist trat er mit Dirigenten wie Rafael Frühbeck de Burgos, Georges Pretre, Wolfgang Sawallisch, Vladimir Fedosejev und Leopold Hager auf. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und Produktionen sowohl solistisch als auch kammermusikalisch.

Website von Richard Galler

Künstlerische Ausbildungen und Entwicklungen laufen selten so linear ab, wie es in gängigen Lebensläufen den Anschein hat, und sind natürlich auch niemals abgeschlossen. Einige Eckpfeiler, die aus dem typischen Wirrwarr aus Inspiration, sprunghaften Entwicklungsschüben, zäher technischer Arbeit, aber auch Stagnation und Frustration herausragen, möchte ich jedoch erwähnen: mein Kompositionsstudium bei Iván Eröd und Erich Urbanner; mein Gesangsstudium bei Gertraud Berka-Schmid, Walter Berry und Thomas Quasthoff sowie die wichtige gesangstechnische Schulung, die ich danach – schon als junger Profisänger – bei Michael Aspinall und Giacchino Zarrelli in Italien erhielt.

Schon als Jugendlicher und junger Erwachsener hatte ich das Glück, Kompositionsaufträge von bedeutenden Veranstaltern, z.B. dem Wiener Musikverein, dem Wiener Konzerthaus oder dem Carinthischen Sommer zu erhalten.

Auch als Sänger habe ich früh begonnen und im Alter von zwölf Jahren am Klagenfurter Stadttheater in einer großen Knabensopran-Rolle debütiert. Dann, als Bariton, bin ich mit großen solistischen Aufgaben z.B. im Musikverein und im Konzerthaus Wien, an den Opernhäusern von Frankfurt und Magdeburg, in der Berliner Philharmonie und dem dortigen Konzerthaus, beim Carinthischen Sommer, den Antikenfestspielen Trier, dem Chigiana-Festival in Siena, dem RadioKulturhaus Wien und bei einigen anderen wichtigen europäischen Veranstaltern aufgetreten und habe bei Rundfunk- und CD-Produktionen mitgewirkt.

Inzwischen ergibt es sich immer öfter, dass beide musikalischen Tätigkeiten ineinanderfließen, wie etwa beim diesjährigen Carinthischen Sommer, wo ich eigene Kompositionen selbst uraufführte.

Ich habe in beiden Disziplinen internationale Preise gewonnen und mich auch nicht gescheut, mein Spektrum noch weiter auszuweiten und mich als Kabarettist, Chansonnier, Musikvermittler und Lyrikübersetzer zu betätigen.

Die künstlerische Forschung ist ein weiterer aufregender Kontinent, den ich im Rahmen eines künstlerischen Doktorats an der Kunstuniversität Graz (Thema: das Zusammenwirken von Sprache und Musik in der Lied-Interpretation) bereisen konnte. Die Ergebnisse dieser Forschung präsentiere ich u.a. im Rahmen von Gesprächskonzerten, einem schwierigen Format, das mir aber sehr am Herzen liegt und das mir immer besser gelingt.

2015 wurde ich als Professor an die Universität Mozarteum in Salzburg berufen.