Das Javus Quartett ist ein Streichquartett aus Salzburg, bestehend aus Marie-Therese Schwöllinger, Alexandra Moser, Anuschka Cidlinsky und Oscar Hagen. Die vier jungen Musiker spielen schon seit vielen Jahren in verschiedensten Besetzungen miteinander und gründeten 2013 das Javus Quartett. Das Quartett wurde maßgeblich in ihrer Entwicklung durch Lukas Hagen und Rainer Schmidt beeinflusst. Mit den beiden Mitgliedern des Hagen Quartetts studieren sie an der Universität Mozarteum Salzburg Kammermusik. Weiters sind Alexandra und Marie-Therese beide langjährige Studenten von Lukas Hagen. Das Javus Quartett arbeitet mit den renommiertesten Kammermusikprofessoren der Welt. Besonders hervorzuheben sind Eberhard Feltz, Valentin Erben, Michael Vogler, und Christoph Poppen. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit im In-und Ausland  wurde das Quartett 2017 beim Kammermusikwettbewerb C.R.D.M in Udine mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Marie-Therese Schwöllinger

1996 in Österreich geboren, studierte Marie-Therese mit Lukas Hagen am Mozarteum Salzburg und bei Stephan Picard an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ in Berlin.  Im Rahmen des Wettbewerbes „Prima la musica“ erhielt sie zahlreiche 1. Preise auf Landes- und Bundesebene und gewann 2012 den internationalen Wettbewerb “Ars nova competition” in Triest. 2011 wurde sie ausgewählt an der „Angelika-Prokopp-Sommerakademie“ der Wiener Philharmoniker teilzunehmen. Sie wirkte als Konzertmeisterin des Salzburger Landesjugenorchesters. Weitere musikalische Impulse erhielt sie von Ulf Wallin, David Frühwirth, Barbara Doll, Leonidas Kavakos und Rainer Schmidt. Marie-Therese ist seit 2015 Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters und spielte unter der Leitung von Kent Nagano, David Afkham, Christoph Eschenbach, Philippe Jordan und Daniel Harding in den wichtigsten Konzertsälen Europas mit Solisten wie Gautier Capucon, Frank Peter Zimmermann und Christian Gerharer. Seit 2017 ist sie Mitglied des Orchesters „European Philharmonic of Switzerland“. Sie war bereits Gast auf vielen Festivals, wie dem Diabelli Sommer Mattsee, dem Monte Castelli Music Festival, dem Projekt der Kronberg Academy Mit Musik Miteinander, dem Verbier Festival, dem Aurora Festival, Eggenfelden Klassisch und der Akademie Hohenstaufen. Dabei spielte sie unter anderem mit Lukas Hagen, Clemens Hagen, Iris Juda Hagen, Herbert Schuch, Timothy Ridout, Thomas Reif, Alena Baeva, Ryszard Groblewski und Kian Soltani zusammen.

 

Alexandra Moser

Alexandra Moser, geboren am 30.11.1995 in Salzburg,  bekam ihren ersten Violinunterricht auf eigenem Wunsch im Alter von vier Jahren. Seit 2002 hat sie regelmäßig mit großem Erfolg an Wettbewerben teilgenommen. Ihr Solo Debüt gab sie 2008 als Zwölfjährige mit Joseph Haydns Violinkonzert G-Dur. Im selben Jahr wurde sie Schülerin am Mozarteum Salzburg in der Vorbereitungs-Klasse von Herrn Prof. Lukas Hagen und Christine M. Höller. Nationale und internationale solistische Auftritte, unter anderem mit der Philharmonie Salzburg und dem Chamber Youth Orchestra Salzburg folgten. Sie pflegt großes Interesse an Kammermusik. Seit 2012 ist sie Mitglied der Musikagentur „LiveMusicNow“ und  durfte kammermusikalisch an der Kronberg Academy im Rahmes des internationalen Projektes „Mit-Musik-Miteinander“ musizieren.   Seit Herbst 2014 studiert sie am Mozarteum Salzburg Konzertfach Violine bei Prof. Lukas Hagen. Des Weiteren belegte sie Meisterkurse bei Nora Chastain, Rainer Schmidt, Pierre Amoyal, Friedemann Eichhorn, Kurt Sassmannshaus, Vadim Gluzman und David Frühwirth.  Zur Zeit arbeitet sie beim Mozarteumorchester Salzburg für die Saison 2017/2018.

Anuschka Cidlinsky

1996 in Deutschland geboren, studierte Anuschka mit Thomas Riebl am Mozarteum Salzburg und mit Jean Sulem am Conservatoire de Paris. 2016 gewann sie den Internationalen Streichwerk Wettbewerb in Berlin. Bei Jugend Musiziert gewann sie auf Bundesebene Preise in der Kategorie Viola solo. Weitere musikalische Impulse erhielt sie von Tabea Zimmermann, Nobuko Imai, Tatjana Masurenko, Barbara Westphal, Hartmut Rhode, Igor Ozim und Thomas Brandis. Anuschka spielt viel Kammermusik, u.a. mit Timothy Ridout, Thomas Reif, Kian Soltani, Alena Baeva,  Maciek Kulakowski und Ziyu He. Sie trat bei weltbekannten Festivals wie „Mit Musik Miteinander“ der Kronberg Academy, Rheingau Festival, Salzburger Festspiele, Menuhin Festival in Gstaad, Hong Kong Arts Festival, Eggenfelden Klassisch, Kammermusikakademie Nitzow und dem Verbier Festival mit  Künstlern wie Vilde Frang, Antoine Tamestit, Kiril Gerstein, Daniel Harding, Frans Helmerson und Semyon Bychkov auf. Anuschka arbeitet als Substitut für die Münchner Philharmoniker und die Camerata Salzburg. Sie spielt auf einem Instrument von Bernd Hiller.

Oscar Hagen

Oscar Hagen wurde 1996 in Salzburg geboren. Er lernte an der Universität Mozarteum Salzburg bei Giovanni Gnocchi und studiert zurzeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Stefan Kropfitsch. Im Sommer 2015 gewann er beim internationalen Wettbewerb Premio Crescendo in Florenz den 1. Preis. Oscar war 2015 und 2016 Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. 2017 war er Akademist des Mahler Chamber Orchestras. Seit 2018 ist Oscar Mitglied und Gast-Solocellist des Alma Mahler Kammerorchesters. Er spielte schon in den wichtigsten Konzertsälen Europas, u.a. bei den Salzburger Festspielen, im Concertgebouw Amsterdam, im KKL Luzern, im Wiener Musikverein, in Lissabon, Madrid, Athen und vielen mehr. Oscar arbeitete und konzertierte schon mit weltberühmten Musikern und Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Christoph Eschenbach, David Afkham, Wolfgang Böttcher, Claudio Bohorquez, Lukas Hagen, Clemens Hagen, Herbert Schuch, Frank Peter Zimmermann, Gautier Capucon und Daniel Harding.

Schaghajegh Nosrati wurde 1989 in Bochum geboren. Sie gilt als äußerst vielseitige Musikerin und konnte sich dank ihres hervorragenden Rufs als Bach-Interpretin schon frühzeitig als Konzertpianistin etablieren. Der internationale Durchbruch gelang ihr dabei im Jahr 2014 durch ihren Erfolg als Preisträgerin des internationalen Bach-Wettbewerbs in Leipzig, insbesondere aber durch die zunehmende musikalische Zusammenarbeit mit Sir András Schiff, der die „erstaunliche Klarheit, Reinheit und Reife“ ihres Bach-Spiels sowie ihr damit verbundenes Musikverständnis lobte.

Nach langjährigem Unterricht bei Rainer M. Klaas wurde Schaghajegh Nosrati 2007 als Jungstudentin von  Einar Steen-Nökleberg an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover aufgenommen. Im Jahr 2015 absolvierte sie ihr Master-Studium bei Christopher Oakden und 2017 das Konzertexamen bei Ewa Kupiec. Weitere künstlerische Anregungen erhielt sie von Robert Levin, Murray Perahia und Daniel Barenboim.


Zwischen 1998 und 2018 gastierte sie bei internationalen Musikfestspielen wie dem Festival d´Echternach, dem Schumannfest Düsseldorf, dem Menuhin Festival in Gstaad und dem Lucerne Festival. Weitere Auftritte folgten in der Alten Oper Frankfurt, im Kleinen Sendesaal des NDR Hannover, Gewandhaus Leipzig, Anneliese Brost Musikforum Bochum, Konzerthaus Berlin, Beethovenhaus Bonn, Palais des Beaux Arts Brüssel, Tonhalle Zürich, Vancouver Playhouse, 92Y New York sowie in der Berliner Philharmonie (u.a. mit dem Mitteldeutschen Kammerorchester, dem Deutschen Kammerorchester Berlin und den Bochumer Symphonikern).

 2017 ging Schaghajegh Nosrati erstmals auf mehrwöchige Tournee nach China, wo sie u.a. gefeierte Debüts in Beijing und Shanghai gab.  

Im Jahr 2018 wurde sie als Ko-Solistin auf eine Konzerttournee mit Sir András Schiff und dem Kammerorchester „Capella Andrea Barca“ eingeladen, u.a. mit Auftritten in Dortmund (Konzerthaus), Düsseldorf (Tonhalle), Luxemburg (Philharmonie), Brüssel (Palais des Beaux Arts), Wien (Musikverein), Baden-Baden (Festspielhaus), Bratislawa (Philharmonic Concert hall), Lucerne (KKL) und Hamburg (Elbphilharmonie).  

Höhepunkt der Saison 2020/21 wird ihr geplantes Debüt in der Carnegie Hall in New York sein.

Im September 2015 erschien beim Label Genuin Classics Schaghajegh Nosratis hochgelobte Debüt-CD, mit der sie sich keinem geringeren Werk als Bachs „Kunst der Fuge“ zuwandte. Für ihre aktuelle CD (VÖ: Herbst 2017) kam es erneut zu einer Zusammenarbeit mit dem Label Genuin Classics: Dieses Mal wurden mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin die Klavierkonzerte BWV 1052-1054 von J.S. Bach aufgenommen.

Seit Oktober 2015 ist Schaghajegh Nosrati Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

 

 

Der Pianist Herbert Schuch hat sich mit seinen dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen und CD-Aufnahmen als einer der interessantesten Musiker seiner Generation einen Namen gemacht. 2013 erhielt er den ECHO Klassik für seine Aufnahme des Klavierkonzerts von Viktor Ullmann sowie Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Olari Elts. In 2014 erschien die aufsehenerregende Solo-CD „invocation“ mit Werken von Bach, Liszt, Messiaen, Murail und Ravel, die sich mit Glockenklängen auseinandersetzt. Mit diesem Programm war er in Klavierabenden u.a. bei den Salzburger Festspielen, dem Musikfest Stuttgart, der Frauenkirche Dresden und in der Philharmonie Berlin zu erleben. Anfang 2017 erschien eine Klavierduo-CD mit Gülru Ensari mit Werken von Brahms, Hindemith, Stravinsky und Özkan Manav.

Herbert Schuch arbeitete unter anderem mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Residentie Orkest Den Haag, den Bamberger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie und den Rundfunkorchestern des hr, MDR, WDR, NDR Hannover und Danish Radio. Er ist regelmäßig Gast bei Festspielen wie dem Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival, dem Klavier-Festival Ruhr und den Salzburger Festspielen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Andrey Boreyko, Douglas Boyd, Lawrence Foster, Eivind Gullberg Jensen, Jakub Hrusa, Jun Märkl, Yannick Nézet-Séguin, Jonathan Nott, Markus Poschner, Michael Sanderling und Alexander Vedernikov.

In jüngster Zeit spielte Herbert Schuch mit dem Orchester des Mariinsky Theaters unter Valery Gergiev im Münchner Gasteig, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie, mit der Camerata Salzburg, mit dem Orchestra della Svizzera Italiana sowie mit dem Bundesjugendorchester auf Europa-Tournee und gab seine Debüts mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, im Washingtoner Kennedy Center, bei den Salzburger Osterfestspielen und beim Festival Radio France Occitanie Montpellier. Außerdem konzertierte er mit den Münchner Philharmonikern, mit der Dresdner Philharmonie, den Festival Strings Luzern und mit dem Orchestra della RAI Torino. In 17/18 stehen u.a. Wiedereinladungen beim WDR Sinfonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin und sein Debut in der Elbphilharmonie auf dem Programm.

Herbert Schuch spielte als Kind 10 Jahre lang auch Geige und ist seitdem begeisterter Kammermusiker: im Sommer 2017 unternahm er gemeinsam mit Julia Fischer und Daniel Müller-Schott eine Triotournee.

Er wurde 1979 in Temeschburg (Rumänien) geboren. Nach erstem Klavierunterricht in seiner Heimatstadt übersiedelte die Familie 1988 nach Deutschland, wo er seither lebt. Seine musikalischen Studien setzte er bei Kurt Hantsch und dann bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum fort. In jüngster Zeit erfährt Herbert Schuch in besonderer Weise Prägung in der Begegnung und Arbeit mit Alfred Brendel. Internationales Aufsehen erregte er, als er innerhalb eines Jahres drei bedeutende Wettbewerbe in Folge gewann, den Casagrande-Wettbewerb, den London International Piano Competition und den Internationalen Beethovenwettbewerb Wien.

Herbert Schuch engagiert sich neben seiner Konzerttätigkeit in der von Lars Vogt gegründeten Organisation „Rhapsody in School“, welche sich für die Vermittlung von Klassik in Schulen einsetzt.

 

Reinhold Friedrich, geboren in Weingarten/Baden, ist seit seinem Erfolg beim ARD Wettbewerb 1986 auf allen wichtigen Podien der Welt zu Gast. Sein Debüt bei den Berliner Festwochen erfolgte 1982 mit „Sequenza X“ von Luciano Berio sowie das Debüt im Wiener Musikvereinsaal 1994 mit dem Trompetenkonzert von Joseph Haydn gespielt auf der historischen Klappentrompete beschreiben das große Spektrum seiner Aktivitäten. 2003 ernannte Claudio Abbado (†) Reinhold Friedrich zum ständigen Solo-Trompeter des Lucerne Festival Orchestra. Daneben ist er künstlerischer Leiter des Brass Ensembles des Lucerne Festival Orchestra.

Für Reinhold Friedrich gehören Neue und Alte Musik in der Auseinandersetzung mit dem Werk zusammen und bilden keinen Gegensatz. So musizierte er mit Capriccio Basel, dem Orchestre des Champs-Élysées und der Wiener Akademie auf historischen Instrumenten.
Auf der anderen Seite stehen Ur- und Erstaufführungen von Wolfgang Rihm, Sir Peter Maxwell Davies, Carola Bauckholt, Hans Werner Henze, Adriana Hölszky, Nicolaus A. Huber, Rebecca Saunders und Caspar Johannes Walter. Dabei sind Solokonzerte wie „Eirene“ von Herbert Willi (Wergo) und „Nobody knows de trouble I see“ von Bernd Alois Zimmermann (CD-Einspielung ausgezeichnet mit dem ECHO-Klassik) besonders wichtige Bestandteile seines breitgefächerten Repertoires.

Er konzertiert als Solist mit Ensembles wie den Berliner Barock Solisten, La Stagione Frankfurt, dem Wiener Kammerorchester und dem Kammerorchester Basel, den Bamberger und Wiener Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Deutschen Symphonie-Orchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra und allen Sinfonieorchestern der ARD. Dabei spielte er u. a. unter
der Leitung von Semyon Bychkov, Dennis Russell Davies, Peter Eötvös, Reinhard Goebel, Martin Haselböck, Philippe Herreweghe, Christopher Hogwood (†), Eliahu Inbal, Krystjan und Neeme Järvi, Dmitri Kitajenko, Sir Neville Marriner, Ingo Metzmacher, Jonathan Nott, Kazushi Ono, Matthias Pintscher, Trevor Pinnock und Hans Zender.

Derzeitige Kammermusikpartner von Reinhold Friedrich sind Eriko Takezawa (Klavier), Robyn Schulkowsky (Perkussion), Martin Lücker und Sebastian Küchler-Blessing (Orgel).
Seit 2013 spielt er im neugegründeten Ensemble „L’éventail de Jeanne“ zusammen mit Claudio Bohórquez (Violoncello), Sascha Armbruster (Saxophon) und Eriko Takezawa (Klavier).

Reinhold Friedrichs Auftritte der letzten Saison führten ihn u.a. nach Japan, Mexiko, Israel, Norwegen, Schweden, Finnland, Spanien, Portugal, Italien, Polen, Liechtenstein und in die Schweiz. Dabei konzertierte er u.a. mit den Festival Strings Lucerne, dem Kyushu Symphony Orchestra, den Berliner Barock Solisten, den Jenaer Philharmonikern und der Neuen Philharmonie Westfalen. Außerdem war er Artist in Residence der Philharmonie Baden-Baden, führte das 2. Brandenburgische Konzert von J.S. Bach mit der Cappella Andrea Barca unter der Leitung von Sir András Schiff auf und spielte die Erstaufführung des ihm gewidmeten Trompetenkonzerts von Benjamin Yusupov mit dem Kfar Saba Chamber Orchestra. Bei einem Kooperationsprojekt der Royal Academy of Music mit der Juilliard School New York wurde er mit der künstlerischen Leitung einer Konzert- und CDProduktion beauftragt, die sich mit dem Werk Giovanni Gabrielis intensiv auseinander setzt. Die CD wird Anfang 2018 veröffentlicht werden.

Seine kommenden Auftritte bringen ihn zusammen u.a. mit dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig (Solistin Dorothee Mields), dem Philharmonischen Orchester Erfurt, dem Orquestra Simfònica del Vallès, der Israel Camerata und dem Taiwan National Symphony Orchestra. Weiterhin wird er mit dem Stavanger Symphony Orchestra das Trompetenkonzert „Aerial“ von HK Gruber aufführen.
Seinen zweiten ECHO-Klassik erhielt Reinhold Friedrich für die Einspielung der „Russischen Trompetenkonzerte“ (MDG) mit dem Göttinger Symphonie Orchester unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Christoph-Mathias Mueller. Zahlreiche weitere CD-Einspielungen dokumentieren sein facettenreiches Schaffen, darunter eine CD mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der Leitung von George Benjamin, die Ersteinspielung des Trompetenkonzerts „Pieta“ von Christian Jost (Coviello) sowie die Aufnahme des II. Brandenburgischen Konzerts (Sony) mit den Berliner Barock Solisten unter der Leitung von Reinhard Goebel.

Reinhold Friedrich ist Professor für Trompete an der Hochschule für Musik Karlsruhe und Honorarprofessor an der Royal Academy of Music in London, der Sibelius-Akademie Helsinki sowie in Hiroshima/Japan. Weltweit ist er ein gefragter Meisterkursdozent. Seine ehemaligen Studenten bekleiden Professuren u.a. in Hannover, Freiburg, Essen, Detmold und Budapest. Im Orchester finden Sie seine ehemaligen Studenten z.B. in Moskau, Tokio, Rio de Janeiro, Paris, Madrid, Brüssel, Berlin, Leipzig, München, Hamburg und Stuttgart.

„Das Studieren und Musizieren auf emotionaler Ebene ist für mich unerlässlich. Neben den Werten von Analyse und Wissen folget mein musizieren ihrem kräftigsten Weg, wenn es vom Herzen komt. Ich möchte Cello spielen, um diese Reinheit und das Wesen der Musik zu vermitteln. Es fühlt sich auch wie der richtige Weg an, den Hörer in der großen Bewegung mitzunehmen, um sich “entführen zu lassen“.

„Mutterschaft ist eng mit meiner Karriere verbunden. Meine Kinder sind ein Spiegel in allem, was ich tue, worüber ich nachdenke und was ich fühle. Dies hat meine Art der Kommunikation durch Musik erneuert und gestärkt. Es ist, als würde ich nicht einfach mehr spielen; Ich
bin einfach. „

Aktuelle Projekte
In dieser Saison spielt Quirine Viersen Barbers Cellokonzert mit den Niederrheinischen Sinfonikern unter Leitung von Diego Martin-Etxebarria. Bei
der internationalen Cellobiënnale Amsterdam im Jahr 2018 hernimmt sie Korngolds Cellokonzert und spielt die Weltpremiere von Glacier, einem Solowerk, das Jacob ter Veldhuis für sie geschrieben hat. 2019 wird sie mit Mozarts Flötenkonzert für Violoncello, der Zusammenarbeit mit dem Gelders Orkest unter Lucas Macias Navarro und dem Niederländischen Kammerorchester zusammenarbeiten sowie mit Sinfonico di Milano Giuseppe Verdi Orchester unter Claus Peter Flor.

Im Jahr 2011 nahm Quirine Viersen erstmals Bachs Cello-Suiten auf. Der Strad schrieb: „(Ihre) Interpretationen zeichnen sich durch Gleichgewicht, Phantasie und ein feines Gefühl der Fantasie aus.“ Eine neue Sicht der Dinge führte zu einer zweiten vollständigen Aufnahme, die Ende 2018 veröffentlicht werden wird. Nach einer fruchtbaren, fast 20-jährigen Zusammenarbeit in Konzerten und Aufnahmen mit Silke Avenhaus hat Quirine
ein neues Duet geformt. Ihr Recital im Amsterdamer Concertgebouw im Jahr 2017 markierte den erfolgreichen Beginn der Zusammenarbeit mit dem Pianisten Enrico Pace.

Entwicklung
Der Vater von Quirine, Yke Viersen (Cellist im Royal Concertgebouw Orchestra), war ein logischer erster Einfluss auf ihr Talent, gefolgt von Jan Decroos und Dimitri Ferschtman. Im Alter von 16 Jahren war Quirine die jüngste Preisträgerin aller Zeiten bei dem Internationalen Musikwettbewerb in Scheveningen. Die Erkenntnisse von Ralph Kirshbaum und Natalia Gutman haben Quirine Viersen stark geprägt. Heinrich Schiff war ihr allumfassender Mentor, der ihre Musik mit dem Cello als Instrument unterrichtete und ihr Spiel um die berühmte Navarra-Technik bereicherte.
Quirine gewann Preise beim Rostropovich Concours Paris 1990, beim Internationalen Cello-Wettbewerb Helsinki 1991 und beim Tschaikowsky-Wettbewerb Moskau 1994. Im selben Jahr erhielt sie außerdem den renommiertesten Staatspreis der Niederlande für klassische Musik, den
Niederländischen Musikpreis.
Quirine Viersen spielt auf dem Joseph Guarnerius Filius Andreae von 1715, der zuvor von André Navarra gespielt wurde. Sie wurde freundlicherweise vom Nationalen Musikinstrumentenfonds auf Antrag von Heinrich Schiff zur Verfügung gestellt. Schiff schenkte ihr einen seinen Bögen für dieses Instrument.

Kreative Zusammenarbeit
Im Rahmen des Credit Suisse Young Artist Award trat Quirine auf beim Luzerner Festival im Jahr 2000 gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Zubin Mehta. Seitdem hat Quirine mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Herbert Blomstedt, Ingo Metzmacher und Bernard Haitink, den Niederländischen Philharmonikern / Marc Albrecht, St. Petersburger Philharmoniker / Valery Gergiev, Frankfurter Rundfunksinfonie / Hugh Wolff, Israel, Philharmonisches Orchester / Georges Pehlivanian, Wiener Kammerorchester / Heinrich Schiff, Malmö Symphony Orchestra / Lawrence Renes, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra / Jean Fournet das breite Repertoire des Cellisten aufgeführt.
Quirine Viersen fing verschiedene Zusammenarbeiten an mit unter anderem Antje Weithaas, Thomas Beijer, Leonidas Kavakos und Liza Ferschtman; zudem bekam sie Einladungen des Delfter Kammermusikfestivals, des Rheingau Musikfestivals, der Musiktage Mondsee, der Luzerner Festwochen und der Salzburger Festspiele.

Lukas Anton Richter wurde 1991 in Köln in eine Musikerfamilie geboren. Im Alter von 7 Jahren erhielt er den ersten Violinunterricht und wurde mit 10 Jahren Sängerknabe des Kölner Domchores. Zeitgleich zu seiner chorischen Tätigkeit war er ein gefragter Knabensolist und sang u.a. mit dem Gürzenich-Orchester Köln in der Kölner Philharmonie und der Kölner Oper.

Mit 12 Jahren erhielt er den ersten Kontrabassunterricht an der Musikschule der Kölner Domchöre und besuchte als Jugendlicher das renommierte Musikinternat Wells Cathedral School in Wells, UK. Nach dem Abitur begann er sein Studium an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Prof.
Dorin Marc. Weitere Impulse erhielt er durch Meisterkurse bei Prof. Bozo Paradzik, Catalin Rotaru und Duncan McTier, sowie im Kammermusikunterricht bei Dirk Mommertz (Fauré Quartett). Im Studium sammelte er Orchestererfahrung als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und war mit dem Kontrabassquartett „Bass Partout“ Stipendiat der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now.

In der Spielzeit 2015/2016 war er Mitglied der Joseph-Keilberth-Orchesterakademie der Bamberger Symphoniker, ehe er sich im Herbst 2016 zunächst mit einem Zeitvertrag dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks anschloss.
Seit September 2017 ist Lukas Richter Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Jeremy Joseph ist nebst seiner Lehrtätigkeit an der Musikuniversität Wien als Organist der Wiener Hofburgkapelle und international als Orgelsolist und Cembalist tätig. Nach Privatunterricht bei Hans Fagius in Kopenhagen studierte er bei Martin Haselböck an der Musikhochschule Lübeck und bei Jürgen Essl an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Zahlreiche Auftritte führten Jeremy Joseph als Solist durch ganz Europa zu Festivals und Veranstaltungsorten wie z.B. dem Schleswig-Holstein Musik-Festival, der Internationalen Orgelwoche Nürnberg, dem Tallinn International Organ Festival, in die Laeiszhalle Hamburg, das Gewandhaus Leipzig, den Wiener Musikverein und ins Wiener Konzerthaus, Auditorio Nacional de Música Madrid, in den Tchaikovsky Concert Hall Moskau sowie nach Hong-Kong, Seoul, Mexiko, Brasilien, Argentinien und in die USA.

1999 gewann er den Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb in Freiberg.

Als Continuo-Spieler tritt er mit Ensembles wie dem Orchester Wiener Akademie, dem Freiburger Barockorchester, dem Kammerorchester Basel und dem Balthasar-Neumann-Ensemble auf.

Dag Jensen wurde in Horten, Norwegen geboren. Seinen ersten Fagottunterricht bekam er von Robert Rønnes mit elf Jahren. Danach studierte er bei Torleiv Nedberg an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo.

Bereits mit 16 Jahren bekam er seine erste Anstellung als Kontrafagottist beim Bergen Philharmonischen Orchester. Dort übernahm er nach kurzer Zeit die stellvertretende Solofagott-Position. Neben seiner Orchestertätigkeit studierte er weiter bei Prof. Klaus Thunemann in Hannover.

Er war von 1985 bis 1988 Solofagottist der Bamberger Symphoniker und von 1988 bis 1997 in der gleichen Position beim Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester. Seit seiner Gründung im Jahre 2003 war Dag Jensen bis 2005 Solofagottist im Luzern Festival Orchestra unter Claudio Abbado. Auch Seiji Ozawa holte ihn als Solofagottist im Saito Kinen Festival Orchestra.

Dag Jensen ist 1. Preisträger beim Musik-Wettbewerb der Jugend-Sinfoniker, Norwegen, und wurde zweimal Gewinner beim ARD-Wettbewerb in München, 1984 und 1990.

In Deutschland musizierte er als Solist mit den Rundfunksinfonieorchestern in München, Stuttgart und Köln, sowie mit dem Würtembergischen Kammerorchester, Heilbronn. Auch im Ausland ist er ein gefragter Solist und ist u.a. mit der BBC Symphony Orchestra Birmingham, Prague Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic Orchestra, Camerata Academica, Salzburg unter Sandor Vegh, mit dem Mito Chamber Orchestra unter Seiji Ozawa und mit dem Norwegischen Kammerorchester unter Iona Brown, aufgetreten.

Einen wichtigen Platz in seinem künstlerischen Wirken nimmt die Kammermusik ein. Er ist Mitglied im Bläserensemble Sabine Meyer und im Ensemble Villa Musica. Bei zahlreichen Festivals im In- und Ausland, u.a. Schubertiade In Feldkirch, Österreich, „Spannungen – Musik im Kraftwerk“ in Heimbach und „Glasbeni September“ in Maribor, Slowenien ist er regelmäßig zu Gast.

Zahlreiche Werke auf CD, sowohl mit Klavier als auch Kammermusik und Fagottkonzerte, dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.

Von 1997-2011 war er Professor an der Hochschule für Musik und Theater, Hannover, und seit 2011 hat er eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater München inne. Zudem ist er seit 2009 Professor für Fagott an der Norwegian Academy of Music Oslo, Norwegen.

 

Juliana Koch ist Solo-Oboistin des London Symphony Orchestra (Chefdirigent Sir Simon Rattle) und Preisträgerin des ARD Wettbewerbs 2017. 

Seit September 2018 unterrichtet sie außerdem als Professor of Oboe am Royal College of Music in London.

Juliana ist als Solo-Oboistin zu Gast in den renommiertesten Orchestern Europas, wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Chamber Orchestra of Europe oder dem Bayerischen Staatsorchester an der Bayerischen Staatsoper in München.

Nach Ihrem Studium war Juliana zunächst als Solo-Oboistin beim Royal Danish Orchestra an der Königlichen Oper in Kopenhagen und in der Filarmonica della Scala am Teatro alla Scala in Mailand engagiert, bevor sie 2018 Mitglied des London Symphony Orchestra wurde.

Juliana studierte bei François Leleux in München und bei Fabian Menzel in Frankfurt. Zusätzlich arbeitete sie mit Jacques Tys in Paris.
In ihrer Zeit in München, studierte sie darüber hinaus Barockoboe bei Saskia Fikentscher.

Bei Nichtvergabe des ersten Preises gewann Juliana beim ARD Wettbewerb 2017 den zweiten Preis, sowie den Publikumspreis und wurde darüber hinaus mit dem Osnabrücker Musikpreis ausgezeichnet. Der Deutsche Musikwettbewerb zeichnete sie mit einem Stipendium aus und nahm Sie in die Bundesauswahl Junger Künstler auf.

Als Konzert-Solistin ist Juliana u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchener Kammerorchester, dem Estonian National Orchestra unter Neeme Järvi und dem Osnabrücker Symphonieorchester aufgetreten.

Juliana spielt eine Marigaux M2 Oboe.

 

Anna Lucia Richter erhielt ihre Ausbildung bei Kurt Widmer in Basel und schloss ihr Gesangsstudium bei Klesie Kelly-Moog an der Musikhochschule Köln ab. Die Solistin gewann bereits zahlreiche internationale Preise wie den Borletti-Buitoni Trust Award.

Als Konzertsängerin ist Anna Lucia Richter gern gesehener Gast beim Lucerne Festival. Weitere Konzerthöhepunkte der letzten Zeit waren Auftritte mit dem Orchestre de Paris sowie der NDR Elbphilharmonie jeweils unter Thomas Hengelbrock, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecila und Daniel Harding, dem London Symphony Orchestra und Bernard Haitink, dem hr-Sinfonieorchester und Paavo Järvi, dem Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer – zuletzt bei den BBC Proms – oder Arcangelo unter Jonathan Cohen.

Die aktuelle Saison steht ganz unter dem Stern von Mahlers 4. Symphonie, u. a. beim NHK Symphony Orchestra unter Paavo Järvi, auf Tournee mit Teodor Currentzis sowie mit dem London Symphony Orchestra unter Bernard Haitink in London und Paris.

Ein besonderes Anliegen ist für Anna Lucia Richter der Liedgesang. Sie ist mit einem umfangreichen Repertoire in allen großen Liedzentren zu Gast. Ihr US-Debüt gab sie mit drei Liederabenden in New Yorks Park Avenue Armory mit Gerold Huber, ein weiteres US-Rezital in der Weill Hall der Carnegie Hall mit ihrem viel beachteten und außergewöhnlichen Liederkreis-Programm, begleitet von Michael Gees. Zum Kernrepertoire der Künstlerin zählt Johann Sebastian Bach: Ein Kammerkonzert mit Liedern aus Schemellis Gesangbuch, bereits auf CD (alpha) erschienen, führt sie
diese Saison u. a. in die Philharmonie Essen und die Elbphilharmonie Hamburg. Ein neues Schubert-Liedprogramm präsentiert sie im Anfang 2019 mit Gerold Huber in der Philharmonie Luxembourg und im Konzerthaus Dortmund, wo für sie eine dreijährige Residenz als „Junge Wilde“ beginnt. Gleichzeitig wird das Programm auf CD erscheinen.