Ulrich Wolff

Ulrich Wolff lernte ursprünglich Geige, später kam der Kontrabass dazu – weil er in seiner Heimatstadt in einem kleinen Kammerensemble mitwirkte, in dem ab und zu auch ein Kontrabass gebraucht wurde. Je nach Bedarf spielte er beide Instrumente. Dass er dann schließlich Kontrabassist wurde, lag an zwei ambitionierten Lehrern, die ihn zu diesem Beruf motivierten. Ulrich Wolff studierte bei Rainer Zepperitz an der Hochschule der Künste in Berlin. 1977 war er Mitglied des von Leonard Bernstein geleiteten Weltjugendorchesters in Seoul und Tokio, im folgenden Jahr fing er bei den Berliner Philharmonikern an.

Von 1981 bis 1985 unterbrach er seinen Dienst, um als Erster Solo-Kontrabassist unter Sergiu Celibidache im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart zu spielen. Außerdem musizierte er von 1997 bis 1999 im Orchester der Bayreuther Festspiele und wirkt in vielen Kammermusikensembles mit, so dem Ensemble Berlin, das er mitbegründete, und dem Philharmonischen Streichoktett. Außerdem trat er gemeinsam mit Isaac Stern, dem Auryn Quartett und dem Philharmonia Quartett Berlin auf. Seine besondere Liebe gilt der Alten Musik, die er von Kind an pflegt.

Ulrich Wolff, der Mitglied des Ensembles »Musica Antiqua Köln« war und derzeit zum Concerto Melante gehört, beherrscht auch das Spiel auf historischen Intrumenten wie dem Violone in D und G sowie der Viola da Gamba. In zahlreichen Meisterkursen engagiert er sich für den musikalischen Nachwuchs. Seit 2005 unterrichtet er an der von Claudio Abbado gegründeten Gustav Mahler Akademie im italienischen Potenza. Auch ein großer Teil seiner Freizeit gehört der Musik. So beschäftigt sich Ulrich Wolff mit Quellenforschungen zu Werken und liest musikhistorische Literatur. Seine liebste außermusikalische Beschäftigung ist das Wandern in den Bergen.

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