NOBUKO IMAI, Viola
Nobuko Imai ist eine der hervorragendsten Bratschistinnen unserer Zeit. Nach dem Abschluß ihren Studien an der Toho School of Music, der Yale University und der Julliard School gewann sie beim ARD-Wettbewerb in München den Ersten Preis sowie beim Wettbewerb in Genf den Zweiten Preis.
Nobuko Imai ist ehemaliges Mitglied des angesehenen Vermeer Quartetts, eine internationale Solokarriere führt sie mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw, den Wiener Symphonikern, Stockholm Philharmonic, London Symphony, den BBC Orchestern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, Boston Symphony und Chicago Symphony zusammen. Gleichzeitig unterrichtet sie an den Konservatorien Amsterdam und Genf, bei der Kronberg Akademie und an der Ueno Gakuen Universität in Tokyo.
Als Kammermusikerin spielt sie regelmässig mit Gidon Kremer, Yo Yo Ma, Itzhak Perlman, Andràs Schiff, Isaac Stern, Pinchas Zukerman, Midori, Ronald Brautigam und Mie Miki, in Triokombinationen mit Pamela Frank und Clemens Hagen sowie Mihaela Martin und Frans Hemerson. Im Jahr 2003 gründete sie mit Mihaela Martin, Stephan Picard und Frans Helmerson das Mihelangelo Quartett, dessen Debütkonzerte im Concertgebouw viele Engagements u.a. im Theatre des Champs-Elysees und der Tonhalle Zürich sowie in Festivals wie Edinburgh, Naantali und La Folle Journée de Nantes in Tokyo zu folge hatten.
Häufige Auftritte führen sie zum Marlboro Festival, nach Lockenhaus, zum Casals Festival, Saito Kinen Festival, Aldeburgh, den BBC Proms und dem Verbier Festival. Gemeinsam mit Yuri Bashmet, Kim Kashkashian und Tabea Zimmermann gestaltete sie Konzerte beim Internationalen Viola Festival in Kronberg. Mehrmals im Jahr konzertiert sie in Japan, sie fungiert auch als künstlerische Beraterin des jährlich stattfindenden Festivals “Viola Space”, welches sie 1992 gegründet hat.
In der Saison 1995/1996 war Nobuko Imai künstlerische Leiterin von drei Hindemith Festivals, welche auf ihre Initiative hin in der Londoner Wigmore Hall, der Columbia Universität in New York und der Casals Hall in Tokyo veranstaltet wurden. 1999/2000 wurde sie vom Concertgebouw Amsterdam eingeladen, einen Zyklus mit vier Konzerten japanischer und westlicher Musik zu gestalten. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 400jährigen Bestehen der Beziehungen zwischen Japan und den Niederlanden gründete Nobuko Imai ein neues Kammerorchester, in dem junge Musiker beider Nationen mitwirkten: die ‚East West Baroque Academy’. In 2009 war sie Beraterin und Jury-Präsidentin der Tokyo International Viola Competition, dem ersten internationalen Wettbewerb in Japan ausschließlich für Bratsche.
Zahlreiche Einspielungen der Künstlerin liegen bei BIS, Chandos, EMI, Hyperion, Philips, Sony, Deutsche Grammophon und Seiko Epson vor, zuletzt eine Aufnahme von J. S. Bachs Goldberg Variationen in einem Arrangement für Streichtrio mit Julian Rachlin und Mischa Maisky bei Deutsche Grammophon. Seiko Epson nahm eine eigene CD mit Werken ihrer Erstaufführungen auf, darunter Toru Takemitsus Viola-Konzert “A String Around Autumn”, arrangiert für Viola und Klavier solo von Toshio Hosokawa.
Sie wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet wie dem Avon Arts Award (1993), dem Education Minister’s Art Prize für Musik vom japanischen Kulturministerium (1994), dem Mobil Prize of Japan (1995) und dem Suntory Music Prize (1996). Im Jahr 2003 erhielt sie die Purple Ribbon Medaille der japanischen Regierung für ihre herausragenden Beiträge zur Musikkultur Japans.
